Hauskultur | Februar 2009
db. Diese Kolumne ist meist der letzte Streich, bevor das Heft in Druck geht. Und meist gibt es einiges mitzuteilen und zu berichten.
Bis im Jahr 2015 sollen die drückendsten Weltprobleme gelöst oder wenigstens spürbar verbessert werden.
‹Rührfix› heisst das Gerät. Das Original ist von 1931, und dank eines Planetengetriebes im Deckel und eines doppelarmigen Quirls sollen sich Rahm, Eischnee und ähnliche Dinge effektiv und mit wenig Kraftaufwand bearbeiten lassen.
Das vibrierende Klassenzimmer | ‹La classe — entre les murs›
Laurent Cantet thematisiert so vital wie nüchtern den urbanen Schulalltag.
Wer holt uns hier raus? | ‹Let’s make money›
Erich Wagenhofers Doku-Thriller zur aktuellen Finanzkrise.
«Wir leben in einer Finanzblasenmaschine» | Interviews mit Rudolf Rechsteiner und Dieter Stohler
Eine Hauptthese im Film ‹Let’s make money› lautet: Jeder hängt mit drin in der gegenwärtigen Finanzkrise, man braucht keine einzige Aktie zu besitzen. Sobald wir ein Konto eröffnen oder Geld einzahlen in eine Pensionskasse, klinken wir uns ein in die weltweiten Finanzmärkte — ob wir wollen oder nicht. Stimmen Sie dieser These zu?
Querweltein! | Interkulturelles Kinofestival
In 42 Stunden um die Welt? Kein Problem bei ‹Cinema Querfeld›. Einfach einsteigen am Freitagabend und am Sonntagmittag gemütlich ausklingen lassen beim reichhaltigen Brunch – und sich dann vielleicht ein wenig die Augen reiben, was da in so kurzer Zeit alles geboten wurde.
Spannender Spagat | Musikmagazin ‹tonspur›
Die Zeitschrift des Frauenmusikforums wagt einen neuen Auftritt.
Mo wie Morphium | Buchbesprechung
Wie ein Leben erzählen? Friedrich Glauser schrieb ein Jahr, bevor er starb, in einem Brief.
den herbst gibt es;
den nachgeschmack und das nachdenken
gibt es;
und das insichgehen gibt es;
die engel, die witwen und den elch gibt es;
dieeinzelheiten gibt es;
die erinnerung, das licht der erinnerung;
und das nachleuchten gibt es,
die eiche und die ulme gibt es,
und den wacholderbusch, die gleichheit, die
einsamkeit gibt es,
und die eiderente und die spinne gibt es,
und den essig gibt es,
und die nachwelt, die nachwelt
| Inger Christensen
Inger Christensen, ‹alfabet/alphabet›, dän./dt., übers. Hanns Grössel. Reihe Dänische Literatur der Moderne, Band 2. Kleinheinrich Buch- und Kunstverlag, 2001. 148 S., Ln., CHF 58.90
Vom Leben singen | Zum Tod der dänischen Autorin Inger Christensen
Es war vor genau sechs Jahren. Wir suchten einen Text für das aufgeschlagene Buch, welches das Autorenforum adeln und vom Messebetrieb abschirmen sollte.
Gestohlene Kindheit | Bücher über Verdingkinder
Ein trübes Kapitel Schweizer Sozialgeschichte wird aufgearbeitet.
Kalte Zeiten | Theater und Politik
Mirjam Neidhart setzt brisante Themen künstlerisch um.
Grenzgänger | Südbadische Ansichten zur Regio-Kultur
Die vielfältigen Formen der alemannischen Fasnacht.
Mehr Platz für Design | Angewandte Kunst an der Muba
Rund 600 Mitglieder zählt der Verein Form Forum Schweiz, der seit 1998 als Plattform für zeitgenössisches Kunsthandwerk dient. Aus Holz, Metall, Glas, Keramik, Papier, Textilien und weiteren Materialien sind die praktischen, schönen und/oder kostbaren Objekte, die von den GestalterInnen an verschiedenen Ausstellungen und Veranstaltungen präsentiert werden und ‹Swissness› in die Welt tragen, z.B. an der Muba.
«Das Provinzielle passt nicht zur mentalen Grösse Basels» | Interview mit Thomas Kessler
Ein Gespräch mit dem Leiter der neuen Abteilung für Kantons- und Stadtentwicklung im Basler Präsidialdepartement.
stadtgeschichte(n) | Neue Bücher
db. Seit 130 Jahren erscheint alljährlich das Basler Stadtbuch und dokumentiert das politische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Leben der Stadt.
Kunst & Literaturdb. Sie war schon in vielen kulturellen Angelegenheiten aktiv und hat ein besonderes Faible für Literatur und bildende Kunst: Ursula Pecinska, die u.a. das Literaturhaus-Café ‹Kafka am Strand› betrieb.
Kunst auf Seidedb. Alle kennen ihre Muster, aber dennoch ist Cornelia Hesse-Honegger kein Star.
Mode & Technologiedb. Kleider mit einem besonderen Eigen- und Innenleben sind derzeit das Thema im Raum für Medienkunst ‹plug.in›.