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Godefrod hatte die Angewohnheit, alles Geschriebene reflexartig einer Rechtschreib- und Grammatikprüfung zu unterziehen, sei es, dass er in einem Restaurant, zum Missvergnügen seiner Begleitung, noch vor der Wahl des Menus auf die Fehler in der Speisekarte aufmerksam machte, sei es, dass er vom Fahrrad aus, ungeachtet der Gefahren des Strassenverkehrs, sämtliche an ihm vorbeigleitenden Plakate mit einem imaginären Rotstift markierte, ja, auch im Kino konnte er es, selbst in den romantischsten Augenblicken, nicht unterlassen, sich an seine Nachbarin zu wenden und diese mit leiser, aber eindringlicher Stimme auf das Fehlen eines Leerschlags nach einem Komma in der Untertitelung hinzuweisen, da er zwar nicht unempfänglich für die auf der Leinwand sich verdichtenden Gefühle war, aber sich auch nicht in der Überzeugung beirren liess, dass selbst die Romantik nicht frei von Grammatik sei und sich somit auch den Regeln der Sprache, der sie sich so verschwenderisch und mit Inbrunst bediene, zu unterwerfen habe. |
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