Notizen
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Zwischen den Kulturen
db. 1979 erlebt die Iranerin Marjane Satrapi als Kind mit ihrer Familie den Sturz des Schah-Regimes. Die islamische Revolution verändert die ganze Gesellschaft, Marjane muss nun einen Schleier tragen, aber das aufgeweckte Mädchen weiss sich zu wehren, lässt sich ihre Vorlieben, u.a. die Rockmusik, nicht verbieten. Besorgt schicken die Eltern sie nach Wien, wo sie in allerlei Verstrickungen und Subkulturen gerät. Sie kehrt in den Iran zurück, gründet eine Familie, merkt aber, dass sie in ihrem Land nicht bleiben kann und flieht nach Frankreich. Über ihre bewegte Jugend hat Marjane Satrapi bereits vier Comicromane verfasst, die zu Bestsellern wurden und mehrere Preise erhielten. Nun kommt ihre Geschichte als unkonventioneller, humorvoll-berührender Zeichentrickfilm für Erwachsene ins Kino.
Film <Persepolis> von Marjane Satrapi/Vincent Paronnaud: ab Do 11.10., Kultkino
Comicbände <Persepolis> von Marjane Satrapi,
www.editionmoderne.ch


Tanzfilme
db. Das charmante Turmstübli im Werkraum Warteck wird mit dem «ersten Filmfestival für Tanz und Performance in der Schweiz» belebt. An zwei Abenden sind einschlägige internationale Kurzfilme und Videoinstallationen zu sehen, u.a. ein Dokumentarfilm über Breakdance in der DDR und ein Special zu Heidi Köpfer.
‹Screen Dance Basel Festival›: Fr 5. & Sa 6.10., 20.00, Werkraum Warteck, Turmstübli 


Kino plus
db. Kooperation war schon immer ein Anliegen von Suzanne Schweizer, der Leiterin der Basler Kultkino AG. Im September 2006 präsentierte sie, zusammen mit Andreas Bichweiler, dem Chef von Ramstein Optik, die erste gemeinsame Broschüre, eine subtile Werbung für eine andere, bessere Sehkultur. Nun erscheint die zweite Ausgabe unter dem Titel ‹Gästebuch›. Sie enthält farbige Fotoporträts von 19 Menschen der Region Basel und persönliche Statements zu ihren Visionen, Hoffnungen und Wünschen. Allen gemeinsam ist, dass sie mit Herzblut für ihre Aufgaben einstehen, sei es als Unternehmerin, Fussballer, Publizistin, Filmer, Designerin, Hotelier, Musiker oder Theaterleiter. Dieses kreative Netzwerk trifft sich sogar gelegentlich, weitet sich stetig aus und lädt zu neuen Sichtweisen ein.
‹Gästebuch›, mit Fotos von Christian Knoerr, 24 S., br., kostenlos erhältlich bei Ramstein Optik und in den Kultkinos.


Vokalstars im Film
db. Seit ein paar Jahren ist die sogenannte Volksmusik nicht mehr nur auf dem Land, bei Chilbis und in Alphütten anzutreffen. Eine jüngere Generation von experimentierfreudigen MusikerInnen hat die heimischen Klänge neu entdeckt und mixt munter Traditionelles und Zeitgenössisches zu eigenwilligen und faszinierenden Sounds. Alphorn und Naturjodel haben Eingang in städtische Kulturhäuser gefunden und begeistern ein urbanes Publikum. An dieser Entwicklung sind u.a. die USA-Walliserin Erika Stucky, der Appenzeller Noldi Alder und der Basler Christian Zehnder vom Duo Stimmhorn massgeblich beteiligt. Ihnen und weiteren StimmakrobatInnen aus dem In- und Ausland hat Stefan Schwietert (‹Accordion Tribe›) seinen neuen Film ‹Heimatklänge› gewidmet – ein berührendes Dokument, das neue Dimensionen von Volksmusik zeigt. Von Stucky ist soeben ihre neue CD ‹Suicidal Yodels›, von Christian Zehnder das neue Album ‹Kraah› erschienen – beides akustische Genussreisen in fremd-vertraute Klangwelten.
‹Heimatklänge›: So 7.10., 17.00, Kultkino.
Öffentliche Vorpremiere mit dem Regisseur und mit Christian Zehnder
Erika Stucky live in Basel: Fr 5.10., 20.00, Volkshaus; Sa 6.10., 20.00, Kaserne Basel; Fr 19.10., 20.00, Gare du Nord.


Mobiles Kino
db. In ländlichen Regionen gibt es oft weit und breit kein Kino. Das ist zwar heute kein Unglück mehr, aber trotzdem wird es geschätzt, wenn ‹Roadmovie, das mobile Kino der Schweiz› ins Dorf kommt. Das Angebot besteht seit fünf Jahren und wird vom Bundesamt für Kultur, den Kantonen und Stiftungen unterstützt. Heuer werden 28 Gemeinden im ganzen Land bereist, darunter auch Anwil (18.10.), Lauwil (19.10.) und Nunningen (25.10.); es sind jeweils neuere Schweizer Spielfilme oder ein Dokumentarfilm von 1934 zu sehen.
‹Roadmovie›: Di 25.9. bis Fr 9.11.
Programm:
www.roadmovie.ch


Generation Gebärfähig
cz. Ein Gespenst geht um in Europa: Das Abendland stirbt aus. Die demografische Pyramide zerschellt im Altersheim. Die ‹Generation Gebärfähig› hat versagt. Schlagworte wie Mobilitätsnöte, Angst um den Arbeitsplatz, Karrieredenken oder ‹einfach keine Lust› genügen hier längst nicht mehr. Die Basler Regisseurin und Autorin Mirjam Neidhart geht in ihrem Stück ‹Torschusspanik. Intime Einsichten in die Reproduktionskrise› den erheblich komplexeren Realitäten nach. Dazu hat sie zahlreiche Interviews mit Menschen geführt, die Kinder haben, nie Kinder wollten, immer von Kindern träumten oder Kinder verloren haben, die berufstätig, allein oder zu zweit/zu dritt Kinder aufziehen. Daraus sind ehrlich-intime Szenen von grotesker Logik entstanden, manchmal traurig und verzweifelt, entlarvend ohne zu denunzieren. Nach der Uraufführung am Thalia-Theater Hamburg wird die Schweizer Erstaufführung nun am Städtebund-Theater Biel-Solothurn zu sehen sein, Regie führt Katharina Rupp.
‹Torschusspanik› von Mirjam Neidhart: Mi 24.10., 20.00 (Premiere), Theater Solothurn, und Fr 9.11., 20.00 (Premiere), Theater Biel.
Infos:
www.ensemble-theater.ch


Freiburger Tanzfestival
db. Zeitgenössischer Tanz hat in Freiburg i.Br. eine lange Tradition, die u.a. durch die Tanzschule ‹bewegungs-art› geprägt wurde. Jährlich findet im Kulturzentrum E-Werk ein Tanzfestival statt, das Produktionen von internationalem Rang sowie Projekte von Nachwuchstalenten zeigt. Die 16. Ausgabe ist erstmals in Kooperation mit dem Theater Freiburg entstanden und stellt rund zehn Truppen vor. Trotz wiederholter Etatkürzung ist das Programm vielversprechend. Das E-Werk vereint unter seinem Dach die vier Sparten Theater, Tanz, Musik und Bildende Kunst und ist mit neuen Strukturen und einem neuen Geschäftsführer in die Saison gestartet.
Tanzfestival Freiburg: Mi 17.10. bis Sa 3.11.,
E-Werk Freiburg, Escholzstr. 77, Programm:
www.tanzfestival-freiburg.de


Gute Kinderbücher
db. Seit vielen Jahren fördert der in Basel domizilierte Kinderbuchfonds Baobab Lektüre für Kids aus den Ländern des Südens. Helene Schär, die den Betrieb aufgebaut hat, hat die Geschäfte nun an Sonja Matheson übergeben. Die Buchreihe Baobab umfasst bis heute rund fünfzig Titel, die drei neuen erzählen von Thailand, Korea und Brasilien. Das Verzeichnis ‹Fremde Welten› stellt 200 ausgewählte Kinder- und Jugendbücher zu interkulturellen Themen vor und erscheint demnächst in aktualisierter 17. Ausgabe.
Kinderbuchfonds Baobab: ‹Fremde Welten›, www.baobabbooks.ch

Ausserdem: Das Kulturmagazin ‹Du› würdigt im aktuellen Heft Nr. 780 die Kinderbuchautorin Astrid Lindgren, deren 100. Geburtstag gefeiert wird.



Märchen & mehr
db. Am ‹Märchenfest› der Rudolf Steiner Schule Münchenstein geht es diesmal vieldeutig um die Ernährung: Sechs Puppenbühnen bieten Seelennahrung in Form von Märchen, Figurenspielen und Geschichten für jedes Alter an, der Eröffnungsvortrag des Arztes Hans Ulrich Albonico beleuchtet verschiedene Aspekte der Ernährung, und nicht zuletzt gibt es reichhaltige kulinarische Kost sowie Workshops, ein Buchantiquariat und Verkaufsstände.
‹Märchenfest›: Fr 19.10., 20.00 (Vortrag), Sa 20.10., 12.00—20.00, und So 21.10., 11.00—17.00 (Fest), Rudolf Steiner Schule Münchenstein

Ausserdem: ‹Herbstmarkt› der Rudolf Steiner Schule Birseck, Aesch ½S. 38
‹Lirum Larum Lesefest›: Mi 17. bis Di 23.10., Freiburg i.Br.,
www.freiburg.de/lesefest


Junge Literatur
db. Aus einer Textwerkstatt im Literaturhaus formierte sich die Literaturgruppe ‹Pathos Pate›, die an der diesjährigen ‹BuchBasel› die Erstausgabe ihrer gleichnamigen Zeitschrift präsentierte: ein kleines, schmuckes Heft mit Lyrik, Kurzprosa und Illustrationen. Nun wird die 2. Ausgabe mit Lesung, Musik, Tanz und Barbetrieb vorgestellt. – Junge Wort-Talente sind auch in den beiden Basler Literaturhäusern zu erleben. Die Slam- und Spoken-Word-PoetInnen demonstrieren ihre Sprach- und Sprechkunst und messen sich im Wettdichten.
‹Pathos Pate› Nr. 2: Fr 26.10., 20.00, Druckpunkt/Imprimerie, www.pathospate.ch
Nora Gomringer: Do 18.10., 19.30, Kleines Literaturhaus, Bachlettenstr. 7

4. Slam-it! Poetry Slam: Fr 26.10., 20.30, Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3



20 Jahre Freiburger Barock
cz. 1987 aus einer Silvesterlaune heraus von Musikstudierenden gegründet, hat sich das Freiburger Barockorchester (FBO), eines der renommiertesten Ensembles für Alte Musik, längst aus der Enge seines Markennamens und Stammrepertoires befreit. Die Spannweite reicht von Bach bis hin zu zeitgenössischer Musik. Konzerte mit Auftragskompositionen 2005 am Lucerne Festival oder an den Donaueschinger Musiktagen 2006 belegen dies. Die 25 Stamm-Mitglieder, allesamt Gesellschafter des selbstverwalteten Klangkörpers, entscheiden basisdemokratisch über die Programme. Geleitet wird das Orchester abwechselnd von Petra Müllejans und Gottfried von der Goltz vom ersten Pult aus oder von namhaften Gastdirigenten wie René Jacobs, Trevor Pinnock oder Philipp Herreweghe. Neben eigenen Konzertreihen in Freiburg, Stuttgart und Berlin bestreitet das FBO zahlreiche Gastspiele in aller Welt. Sein lebendiges Spiel hat mit zum Barock-Boom beigetragen und wurde 2007 für den Grammy-Award nominiert.
Jubiläumskonzerte FBO: Sa 6.10., 20.00, und So 7.10., 18.00, Konzerthaus Freiburg. Übertragung des Galakonzerts: So 7.10., 20.00, SWR2. Infos: www.barockorchester.de


Chansons d’amour
db. In ihrem nächsten Konzert tritt die ‹basel sinfonietta›, die Anfang August an den Salzburger Festspielen höchstes Lob von Presse und Publikum erhielt, für einmal in kleiner Besetzung, aber mit einer grossen Stimme auf: mit der Pariser Chanson-Sängerin und Akkordeonistin Clara Moreau. Die gefragte Künstlerin interpretiert warm, intensiv, aber unsentimental, präzis und humorvoll die grossen französischen Chansons d’amour und ergänzt sie mit musikalischen Perlen aus Lateinamerika. Wer die beiden Konzerte verpasst, findet Kostproben Moreaus auf drei CDs.
Clara Moreau: Mo 22.10., 19.30, Hotel Engel, Liestal, und Mo 29.10., 19.30, Stadtcasino Basel ½S. 40, www.baselsinfonietta.ch


Bibel revisited
cz. Nach der ‹Bibel in gerechter Sprache› (siehe ProgrammZeitung 1/06, 12/06) ist heuer ein weiteres spannendes Übersetzungsprojekt erschienen: Die (neue) Zürcher Bibel. Seit der Zürcher Reformation gibt die Landeskirche Bibeln in zeitgemässer Sprache heraus, letztmals 1931. 1984, zum 500. Geburtstag Zwinglis, erteilte sie den Auftrag zu einer Neuübersetzung, die nun, nach 23 Jahren Arbeit, vorliegt. Um den Spagat zwischen Aktualität und Historizität der Sprache abzufedern, wurde für interessierte Nicht-TheologInnen das Begleitprogramm ‹bibel(plus)› entwickelt: Ein Reiseführer durch die Bibel, ein Bibelseminar, ein Kommentar und Audio-CDs. Eine Frauen-Lesegruppe hat die feministische Sichtweise beigesteuert, und neben den Standardausgaben gibt es noch eine Schulbibel und eine Kunstbibel mit farbigen Schriftbildern von Samuel Buri. Damit, hofft der Verlag, liege eine gültige «Bibel für das 21. Jahrhundert» vor.
Die Zürcher Bibel und die Begleitwerke, Theologischer Verlag Zürich 2007.
‹Selber lesen — Die Neue Zürcher Bibel›: Mi 31.10., 19.00, Buchhandlung Ganzoni



Money for nothing?
cz. Eine der wohl kontroversesten und radikalsten Visionen in dieser an grossen Visionen armen Zeit ist die des bedingungslosen Grundeinkommens. Dass diese gerade in Basel blüht, ist dem im Unternehmen Mitte beheimateten Schweizer Ableger der Initiative Grundeinkommen zu verdanken. Nun findet auch an der hiesigen Universität erstmals ein Kongress zum Thema statt. Drei Tage lang werden in Referaten, Podien und Workshops das Grundeinkommen als Menschenrecht, der Arbeitsbegriff und die sozialen Sicherungssysteme diskutiert, um «eine länderübergreifende, öffentlichkeitswirksame und wissenschaftlich fundierte Debatte» zu fördern. Die Gesellschaft ist im Umbruch, das soziale Netz in der Krise, Arbeit wird zum Luxusgut. Mag sein, dass das Grundeinkommen nicht das Ei des Kolumbus ist, dennoch ist es zumindest ein Ansatz, welcher der dringend nötigen Auseinandersetzung Schwung verleiht.
Kongress: Fr 5. bis So 7.10., Uni Basel, Petersplatz 1, www.grundeinkommen2007.org

Weitere Infos: www.initiative-grundeinkommen.ch
Lohnende Lektüre: Kai Ehlers, <Grundeinkommen für alle>, Sprungbrett in eine integrierte Gesellschaft. Pforte Verlag, 218 S., kt., CHF 24.
Zeitschrift ‹Widerspruch>, Nr. 52,
www.widerspruch.ch


Gesprächskultur
db. Vor einem Jahr lud der Verein Männerpalaver erstmals zu sechs Gesprächsrunden ein. Rund 30 Teilnehmende redeten jeweils offen und konstruktiv über ihre Rolle und Erfahrungen, etwa mit Sexualität, Arbeit oder Aggression. Die zweite Runde des Basler ‹Männerpalavers› thematisiert Macht/Ohnmacht, Mutterliebe, Vaterbilder, Alter, Lust und Wünsche von Männern. Das Forum steht jedem Mann offen, der Interesse an Austausch und Begegnung hat. – Sprechen und Zuhören sind auch wichtige Voraussetzungen im ‹Café Psy›, das seit August an neuem Ort gastiert und im aktuellen Programm u.a. Fragen zu Liebe, Tod und Besitz behandelt.
‹Männerpalaver› 2: ab Mo 15.10., 20.00, bis Do 13.3.08 (6 x 2 Std.), Unternehmen Mitte, Cantina S. 34, www.baslermaennerpalaver.ch
‹Café Psy›: jeweils Di 16.10., 20.11. und 18.12., Galerie Die Aussteller, St. Alban-Vorstadt 57,
www.psychotherapie-bsbl.ch

Ausserdem: Das Basler ‹Frauenhandbuch› mit 160 Porträts von frauenspezifischen Initiativen wurde komplett aktualisiert und ist als Online-Version abrufbar:
www.frauenhandbuch.ch


Set & Sekt
db. Die «Grenzen zwischen Design, Kunst und Gastronomie aufheben» möchte Corinne Grüter mit ihrem neuen Raum ‹Set & Sekt›, in dem sie exklusiv Kollektionen von in- und ausländischen JungdesignerInnen präsentiert sowie  Kulinarisches serviert. Die 25-jährige Absolventin der HGK realisierte ihren Traum mit Freundeshilfe und hat sich viel vorgenommen; in ihrem Shop (dem ehemaligen A-Chau Trading) soll man nicht nur einkaufen, sondern sich wohl und willkommen fühlen.
Set & Sekt, Viaduktstr. 10. Mo bis Sa 9.00—20.00, So 11.00—20.00, www.setandsekt.com

Manga-Mania
db. Japanische Comic-Bücher (Manga) sind heute auch im Westen beliebt und hinterlassen Spuren in Werbung, Animationsfilmen und den bildenden  Künsten. Ihre Merkmale sind u.a. exotisch anmutende Motive, die Betonung der Fläche, die Ortlosigkeit der Figuren im Bildraum, die ornamentierten Hintergründe; als einer der populärsten Vertreter heutiger Manga-Kultur gilt Takashi Murakami. Die Schau in Riehen untersucht den Einfluss dieser Ästhetik auf das Schaffen ausgewählter KünsterInnen der Region, begleitet von vier Veranstaltungen mit Vorträgen, Musik und Film; auch der Comix-Shop Basel ist beteiligt.
<The Manga Generation oder die Kinder Murakamis>: Fr 28.9., 19.00 (Vernissage) bis So 4.11., Kunst Raum Riehen
3. Manga-Event: Fr 26.10., 17.00—20.00, Comix-Shops, Theaterstr. 7



Kunst & Kind
db. Nach den ersten vier intensiven und erfolgreichen Semestern haben die Initiantinnen des K’Werk, Corina Bezzola und Barbara Perkinzl, die Leitung der Gestaltungsschule für Kinder und Jugendliche an Sabine Gysin übergeben. Neben festen Kursen werden dort auch Workshops angeboten, z.B. in den Herbstferien. Aktuell können die Kids. eine ‹Klangmaschine› bauen, eine ‹Nacht der Tiere› erleben oder die grosse ‹Welt des Kinos› kennenler-nen. 8- bis 16-Jährige mit Gestaltungsvorliebe und -begabung sind willkommen.
K’Werk, Schanzenstr. 46, T 061 322 41 19, www.kwerk.ch
Workshops: Mo 1. bis Mi 3.10. (Klangmaschine); Mi 10. bis Fr 12.10. (Nacht der Tiere); Sa 10., 17. und 24.11. (Welt des Kinos)

Neue Galerie im Gundeli
db. In einem charmanten Haus von 1905, in den Räumen einer ehemaligen Bäckerei, wird Sylvia von Niederhäusern demnächst ihre ‹mitart gallery› eröffnen. Die Kunstliebhaberin, die beruflich Organisationsentwicklung und Supervision anbietet, und ihr Mann, der Architekt François Fasnacht, haben die Liegenschaft erworben und das Erdgeschoss in einen attraktiven Ausstellungsraum von rund hundert Quadratmetern verwandelt. Pro Jahr sind mehrere Einzel- und Gruppenausstellungen geplant; den Schwerpunkt bilden Malerei, Skulptur und Videoinstallation. Die erste Schau ist den drei Künstlern gewidmet, die schon seit langem dort wohnen und das Haus kreativ beleben. Neben den Ausstellungen werden in ‹mitart› gelegentlich Lesungen, Vorträge, Gesprächsrunden zu Kunst etc. stattfinden, und jeweils mittwochs steht die Galerie zum ungezwungenen Austausch offen.
Eröffnung ‹mitart gallery›: Mi 17.10., 18.00—21.00 (Vernissage mit Ansprache von Iris Kretzschmar), Reichensteinerstr. 29, Basel
T 061 692 90 20. Mi 14.00—20.00, Do/Fr 14.00—18.00, Sa 12.00—16.00.
Erste Ausstellung ‹Heimspiel› mit Werken von Aldo Bonato, Peti Brunner und Max Grauli:
bis Sa 24.11.,
www.mitart.ch

Ausserdem: 1. Konferenz von ‹offoff›, dem Zusammenschluss unabhängiger Schweizer Kunsträume: Sa 27.10., 16.00, Progr, Bern, www.offoff.ch


Leistungsschau
db. Einblicke in junges, aktuelles Design- und Kunstschaffen bieten die Diplomarbeiten von Studierenden der Hochschule für Gestaltung und Kunst, die als Teil der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel und Aarau domiziliert ist. Rund 150 Arbeiten sind zu sehen, die an den Instituten Kunst, Medienkunst, Visuelle Kommunikation, Industrial Design, Mode-Design, Innenarchitektur und Szenografie, Hyperwerk und Lehrberufe für Gestaltung und Kunst entstanden sind. Ergänzend gibt es täglich Mittagslunch und Bar, an den Sonntagen auch Führungen mit Lehrkräften.
Diplomausstellung HGK FHNW: Fr 28.9., 18.00 (Vernissage), bis So 7.10., Messe Basel, Halle 2 (Rundhofhalle), 2. OG. Mo bis Fr 12.00—19.00, Sa/So 10.00—19.00, www.fhnw.ch/hgk


Hörbare Innenräume
db. Zu einem besonderen Stadtrundgang laden zwei junge Medienkünstlerinnen mit ihrem Projekt ‹expansion sonore› ein, was ungefähr ‹klangliche Ausdehnung› bedeutet. Während sechs Wochen wird das Innenleben einzelner Häuser hörbar. An deren Fassaden sind kristalline Objekte angebracht, sogenannte ‹expansions›, über welche die akustischen Ereignisse im Gebäude nach aussen dringen. Über das eigene Mobiltelefon kann man ins Hausinnere lauschen, fantastische und wirkliche Geschichten der Räume anzapfen und die Orte so neu entdecken. Die Hörstücke dazu stammen von Kunstschaffenden verschiedener Sparten (u.a. Knut & Silvy, Hildegard Spielhofer) und verleihen u.a. dem BVB-Haus am Wiesenplatz, einem Hafengebäude und der St. Albankirche überraschende Dimensionen. Das Projekt von ‹île flottante› | Nica Giuliani & Andrea Gsell wurde mit einem Beitrag des Kunstkredits Basel-Stadt, Bereich Interaktive Medien, ausgezeichnet und wird u.a. von CMS und GGG unterstützt.
‹expansion sonore›: Sa 6.10. bis So 18.11., verschiedene Orte im Aussenraum der Stadt Basel, rund um die Uhr
Vernissage 1. Etappe: Fr 5.10., 20.30, ‹plug.in›
Vernissage 2. Etappe: Sa 27.10. im Rahmen von ‹Shift›



Täuschungsmanöver
db. Ein «audio-visuelles Environment mit künstlicher Persönlichkeit» haben die Basler MedienkünstlerInnen Sibylle Hauert und Daniel Reichmuth mit ihrer neuen Arbeit ‹Trickstr› geschaffen. Die interaktive Installation entstand in Zusammenarbeit mit dem Musiker/Programmierer Volker Böhm sowie dem Künstler/Programmierer Daniel Bisig und kann ‹begangen› werden. Hauptkomponenten von ‹Trickstr› sind eine grosse Lichtpixelwand und eine Klangmaschine, die beide auf Bewegungen des Publikums reagieren – mit visuell und sonor abstrakten Bildern. Das Environment kann aber auch über Sprache, Stimme, Schrift und Text mit den Besuchenden kommunizieren und erweckt so den Anschein eines Subjekts. Diese Personifizierung des ‹Objekts› ist ein humorvoller Trick, der zum Nachdenken über Mensch und Maschine und zum spielerischen Umgang mit künstlicher Intelligenz anregen will.
‹Trickstr ›: Sa 20., So 21. sowie Mi 24. bis So 28.10., 14.00—22.00, Galerie Marc de Puechredon, E-Halle, Erlenstr. 15, NT-Areal.
Vernissage: Fr 19.10., 18.00.
www.trickstr.ch