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Godefrod und das Wissen

Godefrod hatte die Angewohnheit, mit melancholischer Bewunderung auf jene Grossen des Geistes zu blicken, die als Universalgelehrte noch die Fähigkeit, ja, überhaupt noch die Möglichkeit hatten, das Wissen der Welt in sich zu vereinen, etwas, das in unseren Zeiten längst zu einem Unding verkümmert ist, da nicht nur die Welt keine Grenzen mehr kennt, sondern auch das Wissen und der Zugriff auf dieses uferlos geworden sind, so dass der Versuch, ja, schon der Gedanke daran, dieses gänzlich zu erfassen, nicht auf Grösse, sondern auf Grössenwahn schliessen lässt, weshalb er, Godefrod, sich früh schon entschlossen hatte, seiner Bewunderung für jene Gelehrten der Vergangenheit Ausdruck zu verleihen, indem er sich einem ins Ausufernde mäandernden Dilettantismus verschrieb, der alles streifte, ohne irgendeinem Ausschnitt in Ausschliesslichkeit zu verfallen.


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