Notizen Juni 05
> zurück

Orgel-Festival

az. Zu den Opfern des Zweiten Weltkriegs, dessen Ende wir im Mai gefeiert haben, gehörte auch der französische Komponist Jehan Alain. Er starb 1940 bei der Verteidigung der Stadt Saumur – mit nur 29 Jahren. Er hinterliess über hundert Kompositionen, Kammermusik und Orgelwerke. Vor allem dem unermüdlichen Einsatz seiner Schwester, der legendären Organistin Marie-Claire Alain, ist es zu verdanken, dass sein Werk lebendig geblieben ist. Nun veranstaltet Babette Mondry, die risikofreudige Organistin der Basler Peterskirche, ein kleines Festival zu Ehren des Komponisten. Zu hören sind dabei dessen grosse Orgelwerke – u.a. mit Marie-Claire Alains berühmtem Schüler Guy Bovet – und, in einem Konzert im Chor der Kirche, auch Klavierstücke, Lieder und ein Duo für Flöte und Piano, dazu Musik vom jüngeren Bruder Olivier Alain. Das Festival beginnt mit einem Kinderkonzert, einer Zeitreise, die den ganzen Kirchenraum einbezieht und das junge Publikum zur Musik der Familie Alain führt, aber auch zum frühbarocken Franzosen Guillaume Nivers und zu Johann Sebastian Bach.

Jehan Alain-Festival, Peterskirche: Sa 4.6., 17.00/20.00 und So 5.6., 10.00/17.00




Vokalkunst

az. Ungewöhnliche Wege geht das im Sommer 2001 gegründete Mela Quartett – und ungewöhnlich ist schon seine Besetzung: Es besteht aus den Mezzosopranistinnen Leslie Leon, Sara Maurer, Anne Schmid und Marianne Schuppe. Nach einem ersten gemeinsamen Projekt mit Kompositionen von Giacinto Scelsi, Mela Meierhans und Daniel Mouthon präsentieren die vielseitigen Künstlerinnen nun einen musikalisch-szenischen Abend, der barocke und zeitgenössische Musik verbindet. Seine Grundlage bilden die 14 Kanons BWV 1087 von J.S. Bach. Der deutsche Komponist Willi Daum hat diese zwei- bis sechsstimmigen Kompositionen arrangiert für vier Singstimmen und zwei Konzertinas – eine einfache Form der Harmonika. Für die gleiche Besetzung hat er weitere Stücke komponiert, die sich auf Bachs Vorlagen beziehen und sich mit diesen zu einem übergreifenden Ganzen verbinden. Die Regisseurin Dorothea Schürch hat dafür ein Raum- und Bewegungskonzept erarbeitet; Ausstattung und Licht werden von Martin Müller gestaltet.

Mela-Quartett mit ‹L’encerclement etc.›: Do 2., Fr 3. und So. 5.6., 20.00, Gare du Nord




Basler Videofilmfestival

db. Schon von ca. 1986–1997 gab es Film- und Videotage in Basel, nun bemüht sich eine jüngere Generation erneut um Vernetzung und Förderung der einschlägigen lokalen Szene. Bis zum 1. Juli können Videoschaffende aus der Nordwestschweiz, aus Südbaden und dem Elsass ihre Beiträge einsenden, die dann Ende August während der vierten Videofilmtage gezeigt werden. Dabei sind sowohl Spiel- und Dokumentarfilme als auch Animations-, Experimental- und Kunstfilme von Profis wie Laien zugelassen und werden von Gesprächsrunden, Workshops und Referaten begleitet.

Videofilmtage: Mi 24. bis So 28.8., Unternehmen Mitte. Infos: Sacha Roche, Verein für regionales Medienschaffen, Schönaustr. 35

www.medienkonzept.ch, www.videofilmtage.ch




Neue Kinoleitungen

db. Anfang Juli übernimmt die Filmwissenschaftlerin Nicole Reinhard die Leitung des Stadtkinos und des Landkinos, unterstützt von ihrem Stellvertreter Primo Mazzoni, der bis anhin die Öffentlichkeitsarbeit besorgte. Die 37-jährige Obwaldnerin engagierte sich u.a. in der Festivalorganisation der Viper in Luzern, arbeitete für das Frauenkino Xenia in Zürich und wirkte während der letzten sechs Jahre als Co-Leiterin der Internationalen Kurzfilmtage in Winterthur. Das bestehende Stadtkino-Konzept will sie sachte weiterentwickeln, durch Veranstaltungen und Zusammenarbeit mit andern Programmkinos und Festivals mehr jüngeres Publikum gewinnen und das Stadtkino als Plattform für die regionale Filmszene etablieren. Corinne Siegrist, die den Betrieb während 18 Jahren umsichtig auf- und ausgebaut hat, wechselt nach Zürich, wo sie als Nachfolgerin von Martin Girod das Filmpodium leiten wird. Und auch in Liestal gibt es Veränderungen: Das Kino Sputnik im Palazzo, bisher von Niggi Messerli betreut, wird neu von Jonathan Maurice geführt.

Abschiedsapéro für Corinne Siegrist: Fr 1.7., ab 18.00 (mit Kurzfilmen), Stadtkino




Allianz gegen Rassismus

db. Zu einem ebenso grossen wie nachhaltigen Erfolg hat sich ‹imagine›, das von Jugendlichen organisierte Festival gegen Vorurteile, Gewalt und Rassismus entwickelt. Nicht nur während des eigentlichen Festivals, sondern schon lange davor wird mit Wettbewerben, Workshops und Theaterabenden im Schul- und Freizeitbereich für eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema geworben. Das von der Entwicklungsorganisation ‹terre des hommes schweiz› logistisch und finanziell unterstützte Projekt findet heuer zum vierten Mal in Basel und im Spätherbst erstmals auch in Recife, Brasilien, statt, bei dessen Vorbereitung Basler Jugendliche mitgewirkt haben. Der Austausch über Landes- und Kulturgrenzen hinweg soll weiter ausgebaut werden, letztlich zu einer weltweiten Allianz gegen Rassismus. In Basel treten wiederum über 20 Bands aus dem In- und Ausland auf, ferner sind Tanz, Theater, Literatur und Kabarett, Ausstellungen, Modeschau und eine multikulturelle Essmeile angesagt. Das Schweizer Online-Jugendmagazin ‹Youthguide› bietet einen Medienkurs samt Veröffentlichung aller Texte und Bilder an.

Imagine 05: Fr 3.6., 18.00—24.00 und Sa 4.6., 14.00—24.00, Barfi. www.imaginefestival.ch




Liebes-Theater

db. Der schönsten Sache der Welt hat das Exex-Theater seine neue Produktion gewidmet, die in der Form eines Stadtspaziergangs historisch fundiert vom vielfältigen Basler Liebesleben erzählt. Dabei kommen die privaten Geschichten von Persönlichkeiten wie etwa Kunigunde und Heinrich II, Margarethe und Christoph Merian-Burckhardt, Iris und Peter von Rothen, Maja und Paul Sacher, Meta von Salis, Rosa Luxemburg, Hermann Hesse etc. ebenso zur Sprache wie ihre Folgen für Politik, Industrie, Kunst und Sport. Das mit der Historikerin Barbara Rettenmund erarbeitete Stück, in dem Satu Blanc in unterschiedliche Rollen schlüpft, knüpft an die erfolgreiche Produktion ‹Niemand war schon immer da› an, in der das Exex-Theater vergangene und aktuelle Migrationsschicksale beleuchtete.

‹Wo die Liebe hinfällt›: ab Do 9.6., 20.00 (Premiere), jeden Di und Do bis Ende Nov., Treffpunkt Standesamt, Rittergasse 11. Infos, Reservation: T 061 261 47 50, www.exex.ch




Plattform für junge Texte

db. Seit 1996 organisieren Studierende der Uni Basel im Zweijahresrhythmus den Literaturwettbewerb ‹Einseitig›, an dem freilich auch Schreibtalente ohne Legi und ausserhalb der Region teilnehmen können, sofern sie nicht älter als 30 sind. Das Thema ist frei, aber es kann nur ein Text pro Person eingereicht werden, er muss unpubliziert, in deutscher Sprache verfasst und mit einem Pseudonym versehen sein und darf eine A4-Seite (max. 4000 Zeichen inkl. Leerzeichen) nicht überschreiten. Mit Maschine geschrieben, siebenfach kopiert und mit den Personalien in separatem Couvert ist er per Post und E-Mail einzusenden. Die Texte werden von einer kompetenten unabhängigen Jury bewertet, eine Auswahl davon publiziert und mit einer Vernissage gefeiert. Am Schlussabend haben die Jury-Mitglieder ihre Favoriten öffentlich zu verteidigen, und das Publikum bestimmt demokratisch die Siegertexte.

5. ‹Einseitig›-Wettbewerb, Einsendeschluss: Fr 29.7., Vernissage und Schlussabend im Spätherbst. Infos: www.einseitig.ch.vu




Monster und Drachen

db. Um Naturkatastrophen, Missgeburten und Kometen in der Frühen Neuzeit geht es in der aktuellen Ausstellung in der Universitätsbibliothek. Diese verfügt über beachtliche Bestände von Literatur, die sich mit solchen Phänomenen beschäftigt. Gezeigt wird eine Auswahl von Bildern und Texten über besonders markante Ereignisse wie z.B. den Bergsturz von Yvorne (1572), den Untergang von Plurs/Piuro (1618) und das grösste Erdbeben der europäischen Geschichte 1755 in Lissabon. Daneben werden auch andere aussergewöhnliche Ereignisse wie Himmelserscheinungen und Missbildungen thematisiert und in einen historisch-gesellschaftlichen Kontext gestellt. Im Pharmazie-Historischen Museum ist zudem Erhellendes über Drachen und Drachenmedizin zu erfahren. Da mythische Tiere oft mit legendären Heilungen in Verbindung gebracht wurden, galten Drachen als begehrte Ingredienzien für Medikamente.

Ausstellung ‹Zeigefinger Gottes›: bis Sa 6.8., Universitätsbibliothek

Ausstellung ‹Drachen in der Medizin›: bis Sa 27.8., Pharmazie-Historisches Museum Basel




Literarisch unterwegs

db. Mit zwei neuen Angeboten beugt das Literaturhaus Basel der Stubenhockerei von Literaturfans vor: Einerseits lädt Albert Debrunner, Deutschlehrer am Gymnasium Bäumlihof, zu Führungen ein, die Einblicke in das vergangene und gegenwärtige literarische Leben der Region vermitteln. Dabei kann man z.B. auf den Spuren Hebels, Nietzsches oder Burckhardts wandeln und Erhellendes über die Dichtung des Mittelalters, die Autoren Liestals oder die Literatur des Sundgaus erfahren. Basel als Bücherstadt steht im Zentrum des letzten Spaziergangs vor der Sommerpause. Die Ferienzeit können Interessierte dann nutzen, um sich an einem Wettbewerb zu beteiligen, den das Literaturhaus in Kooperation mit dem Reisebüro Globetrotter ausschreibt. Gefragt sind unveröffentlichte Reisereportagen, die im Herbst juriert, publiziert und prämiert werden.

Literarische Führung durch die Bücherstadt Basel: So 12.6., 11.00, Treffpunkt Gemsberg 7a, Anmeldung bis Fr 9.6.; Wettbewerbsbedingungen: T 061 261 29 50




Jüdische Erinnerungen

uh. Als ob das Ghetto nicht genug gewesen wäre! Jacob Shepetinski, gebürtiger Weissrusse aus Slonim, lebt heute in Ramat Gan, Israel. «Jacob, du übertreibst!» entgegnete man ihm jeweils skeptisch, wenn er von seiner Vergangenheit erzählte. Für seine Enkel hat Shepetinski seine Erinnerungen dennoch aufgeschrieben: Aus dem Ghetto geflüchtet, überlebt er eine Massenerschiessung, tritt den Partisanen bei und wird schliesslich Soldat der Roten Armee. Nach dem Krieg ist der Albtraum nicht zu Ende. Er wird zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt, dann zu fünf Jahren Verbannung. Das Buch ist flüssig geschrieben – aber nur schon das Lesen ist hart zu ertragen.

Jacob Shepetinski, ‹Die Jacobsleiter›. Erinnerungen eines Shoah- und Gulag-Überlebenden. Aus dem Russischen von Michael Anderau. Pano Verlag, Zürich 2005. 204 S. mit Fotos, kt., CHF 23.80

Lesung des Autors: Di 31.5., 20.00, Forum für Zeitfragen




Jüdisches Leben in Basel

uh. Seit rund achthundert Jahren ist die Geschichte der Juden in Basel überliefert. Die dritte jüdische Gemeinde, die Israelitische Gemeinde Basel, feiert dieses Jahr ihr zweihundertjähriges Bestehen. Das Buch, das nun zu diesem Anlass erschienen ist, erzählt die Geschichte einer Minderheit, geprägt vom Ringen um Integration, von häufig nützlicher Nachbarschaft, aber nur manchmal willkommenen Menschen. Die Publikation wagt erfolgreich den Spagat zwischen wissenschaftlichem Anspruch und anschaulicher Lektüre für ein breites Publikum. Längere Aufsätze werden ergänzt durch kurze ‹Schlaglichter› zum jüdischen Alltag, zum ersten Zionistenkongress in Basel oder zu Jüdinnen und Juden in der Politik. Das Buch richtet den Blick auf die hier ansässige jüdische Gemeinde und öffnet so den Horizont zur Entdeckung der reichhaltigen jüdischen Kultur.

‹Acht Jahrhunderte Juden in Basel›. 200 Jahre Israelitische Gemeinde Basel. Hg. von Heiko Haumann, Schwabe Verlag Basel, 2005. 313 S. mit 75 Abb., gb., CHF 38




Progressives Judentum

uh. Migwan (Mannigfaltigkeit) heisst ein Verein, der im vergangenen Herbst gegründet wurde. Die Mitglieder, Menschen mit unterschiedlichem jüdischem Hintergrund, haben sich zum Ziel gesetzt, der progressiven jüdischen Gemeinschaft in Basel eine Plattform zu bieten. Neben dem gemeinsamen Begehen von Gottesdiensten und der jüdischen Feiertage stehen die Tradition und das Schaffen einer jüdisch-geistigen Atmosphäre im Zentrum. So werden die Gottesdienste von Frauen wie Männern geleitet und sind kinderfreundlich gestaltet. Daneben besitzen die Pflege des sozialen Lebens und die Weitergabe der jüdischen Kultur einen hohen Stellenwert. Eine Lesegruppe trifft sich regelmässig und diskutiert jüdische Literatur, für Kinder und Jugendliche wird Religionsunterricht angeboten.

Migwan. Forum für progressives Judentum, www.migwan.org. Freitagabend-Gottesdienst:

Fr 3.6., 18.30, Borromäum, Byfangweg 6




Kunstausbildungen I

db. Vor zehn Jahren gründete Martin Kolbe die Freie Kunstakademie Basel, die Menschen auf ihrer Suche nach dem eigenen künstlerischen Ausdruck begleitet und unterstützt. Unabhängig von Alter und Vorbildung erhalten sie eine fundierte gestalterische Ausbildung, zu der neben den praktischen Aktivitäten auch Gespräche, Seminare, Exkursionen und Ausstellungen gehören. Auf Reflexion und selbständiges Arbeiten wird grossen Wert gelegt. Ein Probejahr ist ebenso möglich wie ein berufsbegleitendes Studium; als Dozierende wirken Kunstschaffende verschiedener Gattungen.

Freie Kunstakademie Basel, Amerbachstr. 45, Hinterhof, T 061 681 14 91. Jahresausstellung ‹Spielfeld›: Do 23.6., 19.00 (Vernissage) bis Mo 4.7., täglich 11.00—18.00.




Kunstausbildungen II

db. Als «Gestaltungsraum für Kinder» bezeichnet Rezia Buchli ihr ‹Kinderatelier›, das sie seit knapp einem Jahr betreibt. Die Primarlehrerin und freischaffende Illustratorin bietet für zwei Zielgruppen (6 bis 8- und 9 bis 11-Jährige) Kurse an, in denen die Kinder spielerisch mit diversen Materialien umgehen, verschiedene künstlerische Techniken vertiefen und neue Methoden erlernen können. Eine Kurseinheit beinhaltet 15-mal eine Doppelstunde pro Woche, die Kurse finden an drei Nachmittagen in einem ruhigen Raum in Bahnhofsnähe statt und werden jedes Semester mit einer Ausstellung beendet. Diesen Sommer wird zudem der erste Ferienworkshop für grössere Kinder durchgeführt. Geplant sind auch Angebote für Jugendliche und eine Vernetzung mit anderen gestalterischen Einrichtungen.

Kinderatelier, Rezia Buchli, Frobenstrasse 75, T 061 271 23 75, www.atelier-variable.ch.




Kunstausbildungen III

db. In Finnland gibt es seit über 20 Jahren analog zu den Jugendmusikschulen und mit grossem Erfolg Gestaltungsschulen für Kinder und Jugendliche. Das hat eine Gruppe von Basler Kunstschaffenden, die alle auch unterrichten, zur Nachahmung angeregt. Auf Initiative von Corina Bezzola und Barbara Perkinzl wurde die ‹K’werk Bildschule bis 16› lanciert, wo Kinder mit gestalterischer Begabung professionelle Begleitung und Förderung finden. Das Angebot ist schulergänzend konzipiert, darüber hinaus sind auch Workshops und Ferienkurse vorgesehen. Ende August starten in provisorischen Räumen die ersten fünf Kurse. Eine Schulleitung wird derzeit noch gesucht, die Finanzierung soll mit öffentlichen und privaten Mitteln erfolgen.

K’werk Bildschule bis 16, Davidsbodenstrasse 31, T 061 322 41 19. Anmeldung bis 15.8. (max. 10 Kinder pro Kurs).




Kunst & Handwerk I

db. Der Ausbildungsgang Textildesign und die Öffentliche Fachbibliothek der Schule für Gestaltung Basel zeigen gemeinsam eine Ausstellung, die einem in jungen Jahren meist verhassten, später begehrten Kleidungsstück gewidmet ist: der Strumpfhose. Ihre sinnlich-erotische Konnotation und ihre optisch wie haptisch besonderen Merkmale haben die Textildesignerin Romana Taylor vor einem Jahr zu einer Abschlussarbeit inspiriert, aus der inzwischen ein Designprodukt hervorgegangen ist. Die Ausstellung dokumentiert den Entstehungsprozess zusammen mit ‹Perlen und Fundstücken› aus der Bibliothek, zur Vernissage steuert Birgit Kempker eine ‹Strumpfhosen-Lesung› bei.

Textildesign: Do 2.6., 18.00 (Vernissage) bis Sa 23.7., Spalenvorstadt 2. Di bis Fr 12.00—19.00, Sa 12.00—17.00




Kunst & Handwerk II

db. ‹Flowers Unlimited› bietet Marianne Kohler in ihrem Atelier an, das sie künftig öfter für thematische Ausstellungen nutzen möchte. Dabei präsentiert sie nicht nur ihre eigene Glaskunst, sondern hat rund ein Dutzend Profis und Laien aller kunsthandwerklichen Richtungen eingeladen, passende Kreationen aus verschiedenen Materialien zu schaffen. So wird es neben Arrangements mit ‹echten› Blumen auch solche zum Essen, Tragen, Hören und Anschauen geben. Die Verkaufsschau wird mit Gitarrenmusik eröffnet.



‹millefiori›, Blumen aller Art: Do 2.6., 18.00 (Vernissage) bis Sa 25.6., Glaswerkstatt Marianne Kohler, Oetlingerstr. 72, T 061 692 64 34. Jeweils Do/Fr 16.00—19.00, Sa 11.00—16.00 und nach Vereinbarung


Kunst & Handwerk III

db. Der Arbeit von Basler Architekten und Raumplanern in den Zwanziger- und Dreissigerjahren des letzten Jahrhunderts ist eine Ausstellung in Riehen gewidmet. Lange Zeit wurden die Bauten von Hans Schmidt, Paul Artaria und Otto Senn verkannt, heute werden ihre Qualitäten geschätzt. Denn die Mitglieder des ‹Neuen Bauens› forderten, «Licht, Luft und Sonne» in die Architektur einzubringen, und propagierten u.a. die Eisenskelettbauweise, die eine freiere Grundrissgestaltung erlaubte. Die Schau stellt zwanzig Häuser und Siedlungen des Neuen Bauens mit Plänen, Fotos, Modellen und Berichten aus der Zeit vor, ausserdem sind Möbel zu sehen, die von den Architekten entworfen wurden. Begleitend werden Führungen und Gespräche angeboten.

‹Neues Bauen in Riehen›: bis So 31.7., Kunst Raum Riehen, T 061 641 20 29. Mi bis Fr 13.00—18.00, Sa/So 11.00—18.00




Kunst-Events I

db. Auf eine beispiellose Erfolgsgeschichte zurückblicken können die InitiantInnen der Kunstmesse ‹Liste›, die dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert. Als die ‹Young Art Fair› 1996 erstmals stattfand, stiess sie insbesondere bei der ‹Art› zunächst nicht auf Gegenliebe, doch die junge Konkurrenz belebte das Geschäft und wurde bald respektiert. Ihren Prinzipien ist sie treu geblieben: die eingeladenen Galerien sind maximal fünf Jahre alt, die präsentierten Kunstschaffenden nicht älter als 40, und die Teilnahme ist auf drei- bis viermal beschränkt. Dieses Jahr wurden 48 Galerien aus 22 Ländern ausgewählt, rund ein Drittel davon ist erstmals in Basel zu sehen. Sondergäste sind das Swiss Center New York sowie die Basler Institutionen Plug.in, Hyperwerk und Kasko (½ Wortgast S. 18).

Liste 05: Mo 13.6. ab 17.00 (Vernissage) bis So 19.6., Werkraum Warteck pp. Täglich 13.00—21.00. Infos: www.liste.ch.




Kunst-Events II

db. Eine neue Kunstmesse wird sich dieses Jahr zum ersten Mal parallel und ergänzend zu ‹Art› und ‹Liste› präsentieren: die ‹Voltashow 01›. Basierend auf dem Geist von Engagement und Zusammenarbeit von Galerien haben die drei deutschen Initianten über 20 Galerien aus Europa, Japan, Kanada, Mexiko und den USA ausgewählt, die in der speziell ausgebauten Voltahalle zeitgenössische Kunst zeigen werden. Die neue Schau kann u.a. mit einem Bootshuttle ab Museum für Gegenwartskunst und ‹Liste› bequem erreicht werden.

‹Voltashow 01›; Mo 13.6., 19.00—22.00, Di 14. bis So 19.6., 13.00—21.00, Party: Sa 18.6. ab 22.00, Voltahalle, Voltastr. 27. Weitere Infos: www.voltashow.com.




Kunst-Events III

db. Im lauschigen Gellertpark wird diesen Sommer das erste Landart-Festival durchgeführt. Unter der Leitung des Floral-Designers Peter Hess wurden zehn Künstlerteams aus neun Ländern eingeladen, den Park in einen ‹natürlichen› Kunstraum zu verwandeln. Aus Ästen, Blättern, Blüten, Gräsern und Steinen werden sie vergängliche Kunstwerke erschaffen, die zum Nachdenken anregen und den Blick schärfen wollen für die Gesetze und Schönheiten der Natur. Die KünstlerInnen werden Anfang Juni (5.–9.6.) an ihren Objekten arbeiten, danach sind sie der Öffentlichkeit zugänglich.