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Ein spiritualistisches Huhn

hatte gehört, dass man mit zweitausend

tiefen Atemzügen Visionen

haben und den Zustand der Ekstase

erreichen könne. Es setzte sich

in den Schatten eines Holunderbusches

und begann zu atmen. Als es bei

tausendneunhundert Atemzügen war,

hatte es endlich eine Vision:

Eine Frau mit einem geblümten Kleid

näherte sich ihm, packte es am

Hals und drückte ihn heftig zusammen.

So kam es, dass jenes Huhn im

Kochtopf endete, im Glauben, den Zustand der Ekstase erreicht zu haben.



| Luigi Malerba

Aphorismen aus ‹Die glücklichen Hühner›