Als nach deutschem Vorbild am 19. Januar 2001 in Basel die erste Museumsnacht durchgeführt wurde, übertraf der Publikumsandrang sämtliche Erwartungen: Über 19000 Neugierige waren unterwegs, die beteiligten Häuser verzeichneten fast 70000 Eintritte. Beim zweiten Mal kamen rund zwanzig Prozent mehr Leute, und möglicherweise wird die bevorstehende dritte Ausgabe, an der sich dreissig Institutionen beteiligen, erneut einen Rekord aufstellen. Das wäre kein Wunder, präsentieren die Museen sich doch so volksnah wie selten sonst: In den meisten werden spezielle Attraktionen – geistige und kulinarische Amuses Bouches – angeboten: von szenischen Lesungen über kleine Konzerte, Kurzvorträge und Führungen bis zu Mitmachaktionen aller Art. Auf unterhaltsam-lehrreiche Weise wird den Gästen so ein Einblick in die Museumsarbeit vermittelt – mit dem Hintergedanken, dass sie sich dann auch unterm Jahr einmal blicken lassen. Damit das geschieht, muss sich freilich noch manches ändern, denn immer noch gelten Museen vielen als verstaubte Einrichtungen. Immerhin gibt es mittlerweile eine breite Palette von museumspädagogischen Angeboten für Kinder und Erwachsene, Führungen für Fremdsprachige, Sonntage mit freiem Eintritt und eben die Museumsnacht. Letztere lockt dieses Jahr mit einer Programmvielfalt, für die eine einzige Nacht im Grunde viel zu kurz ist ...
Nicht nur für eine Nacht, sondern für viele Nächte bzw. Ausgehzeiten, ist der ‹Kulturverführer› gedacht, den die ProgrammZeitung aus Anlass ihres 15-jährigen Bestehens lanciert hat. Die Broschüre im Postkartenformat porträtiert in alphabetischer Reihenfolge über sechzig ausgewählte Kulturhäuser im Raum Basel. Auf je einer Doppelseite werden sie mit eigens angefertigten Fotos (Claude Giger) und kurzen Texten zu Gründung, Geschichte, Schwerpunkten und Highlights (Dominique Spirgi) vorgestellt. Im Zeichen der neu belebten Partnerschaft zwischen den Kulturabteilungen beider Basel haben die Ressortleiter Michael Koechlin (BS) und Niggi Ullrich (BL) ein gemeinsames Vorwort beigesteuert; ihre Ämter fanden als wichtigste staatliche Kulturförderstellen ebenfalls Eingang in das Büchlein. Ferner wurden eine Auswahl von Galerien und Kunsträumen sowie rund 50 Bars und Restaurants aufgenommen. Last but not least sind die Geschäfte aufgeführt, die den ‹Kulturverführer› gegen eine Schutzgebühr von CHF 5 oder bei einem Einkauf gratis abgeben. Die AbonnentInnen der ProgrammZeitung werden ihn als Geschenk erhalten – mit dem Versand der Februar-Ausgabe Ende Januar.
Somit hat die ProgrammZeitung ihr Jubiläum gleich zweifach gefeiert: mit der einmaligen Sonderausgabe im Zeitungsformat zum 15. Geburtstag im September 2002 und mit dem zu dauerhafter Nutzung geeigneten ‹Kulturverführer› für alle, die sich vom Kulturangebot der Region verführen lassen und dabei auch mal Neues kennenlernen wollen. Beide Jubiläumsaktionen sind mehr als Werbung in eigener Sache, nämlich ein Dankeschön an alle, die das Unternehmen ProgrammZeitung ermöglichen: Leserschaft, Veranstaltende, Inserenten und GeldgeberInnen. Nur mit Ihrer Unterstützung ist die einzige Zeitung zum Kulturleben im Raum Basel möglich. Wir freuen uns über Ihr Feedback zum ‹Kulturverführer› und wünschen Ihnen ein erfreuliches neues Jahr.
| Dagmar Brunner
3. Basler Museumsnacht: Fr 17.1., 18.00—2.00, www.museumsnacht.ch




