Kultour-Mix
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DAGMAR BRUNNER

 

Festival für Filmkunst. Das grösste Experimentalfilm & Video Festival der Schweiz zeigt rund 50 in- und ausländische Werke, die aus 2000 Einsendungen ausgewählt wurden. Specials geben Einblick in das Schaffen von Klaus Lutz und Clemens Klopfenstein, und das Filmprogramm wird durch Performances, Installationen und Workshops ergänzt.

 

12. Videoex: Sa 22. bis So 30.5., Zürich, www.videoex.ch
Ausserdem zu Klaus Lutz: Sa 22.5., Stadtkino Basel



Sinnliche Mittagspause. In der Elisabethenkirche ist jeden Mittwoch über Mittag ein halbstündiges Konzert zu geniessen, gespielt von Studierenden und Lehrkräften der Musik-Akademie Basel. Die Initiative ‹Mimiko› wird von der CMS unterstützt und feiert im Herbst ihr 15-jähriges Bestehen; das 500. Konzert bestreitet Gunta Abele am Violoncello.

 

500. Mimiko: Mi 12.5., 12.15–12.45, OKE → S. 35


Cembalo-Klänge. Es hatte seine Blütezeit vom 15. bis 18. Jahrhundert und ist im Grunde ein ‹Zupfinstrument mit Klaviatur›: das Cembalo. Seinem eigenwillig-hellen Ton frönen die Freunde der CIS (Cembalomusik in der Stadt Basel) unter der Leitung von Thomas Ragossnig seit nunmehr 20 Jahren. Zum Jubiläum erklingt Musik von Rameau, Schober und der Familie Bach.

 

CIS-Jubiläumskonzerte: So 16./Mo 17.5., 19.30, Bischofshof, Münstersaal


Renaissance-Spektakel. Das Gewimmel, Pala-ver und bunte Treiben auf venezianischen Fähren hat Adriano Banchieri in stimmige Musik gefasst, die von den Basler Madrigalisten zusammen mit SchauspielerInnen szenisch umgesetzt wird. Auf einem Rheinschiff wird das Publikum üppig bewirtet und besungen.

 

‹Barca di Venetia per Padova›: Fr 28./Sa 29.5., 18.30, Schifflände (Dauer ca. 4 Std.), Vorverkauf: www.bpg.ch


Tanzen und feiern. Sie gründete die erste Salsa-Disco in Basel, betrieb dann in der Kuppel die Salsa-Nacht, und seit 10 Jahren leitet Barbara Hauser den Allegra-Club im Hotel Hilton, ein Tanzlokal mit breitem Musikprogramm und diversen Kursangeboten. Neu gibt es dreimal im Jahr eine ‹Notte Italiana›, bei der sich die italienischen Vereine Basels mit Tanz, Musik und Gastronomie vorstellen. Zum Jubiläum des Clubs sind u.a. eine Boogie Woogie Show und eine Noche Cubana geplant.

 

10 Jahre Allegra-Club: Do 27. bis Sa 29.5., Hilton, www.allegra-club.ch


Farben und Töne. Aloïse Corbaz (1886–1964) war eine bedeutende Malerin der Art brut. Sie studierte auch Gesang und wollte Opernsän-gerin werden, was ihr jedoch durch ihre Schi-zophrenie verwehrt war. Thüring Bräms neue Kammeroper porträtiert ihr vielschichtiges Leben zwischen Farben und Tönen.

 

‹Aloïse: C’est beau le rouge, vous savez›: Di 25. und Mi 26.5., 20 h, Gare du Nord → S. 51


Liebe per Mail. Als mobiles Theaterstück zeigt die TheaterFalle ‹Gut gegen Nordwind› nach einem Roman, der in Form von E-Mails eine sich anbahnende Lovestory schildert. Das Publikum folgt der Geschichte aus zwei Perspektiven auf einem Gang durchs Gundeldinger Feld. Davor und danach ist Barbetrieb.

 

‹Gut gegen Nordwind›: 33-mal bis Ende August, TheaterFalle → S. 28


Schreib-Frauen. An verschiedenen Orten der Schweiz organisiert Martina Kuoni literarische und kulturgeschichtliche Führungen, Reisen und Veranstaltungen. Der Literaturspaziergang durch die Basler Altstadt stellt Wirken und Werke von Autorinnen in Basel vor.

 

‹Schreibende Frauen allerorten›: So 9.5., 11 h, Treffpunkt Literaturhaus Basel, Anm.: www.literaturspur.ch


Familien- und Museumstag. Seit 1977 gibt es den Internationalen Museumstag, den auch Schweizer Museen mit speziellen Anlässen begehen; er steht heuer unter dem Motto ‹Museen für ein gesellschaftliches Miteinander›. Die Museumsdienste Basel bieten online eine Übersicht über die Aktivitäten und zudem ein ‹museen basel quiz› an, an dem man sich bis zum Mu-seumstag beteiligen kann.

 

Int. Museumstag: So 16.5., www.museenbasel.ch


Kreative Verpackungen. Statt sich über Verpackungsmaterial zu ärgern, geht die Lausanner Künstlerin Floriane Tissières kreativ damit um. Sie giesst Petflaschen, Eier-, Keks- und Pralinéschachteln mit Gips aus und kreiert damit reizvolle Monumente und Stadtlandschaften.

 

‹Architectures Utopiques› bis So 11.7., Skulpturhalle Basel. Weitere Werke der Künstlerin: bis So 23.5., Galerie Lilian Andrée, Riehen


Kunst im Freien. Den Dialog zwischen Natur und Kultur fördern will eine Ausstellung des Kunstvereins Binningen. Gartenbesitzer und Kunstschaffende wurden eingeladen, gemeinsam ein Projekt zu entwickeln; 16 ausgewählte Arbeiten werden nun an der ‹gARTen2010› präsentiert. Zudem steuert eine Fachklasse der HGK Interventionen für den Schlosspark Binningen bei. Ferner gestalten Kunststudierende ab 27.5. auch die renovationsbedürftige Rathausfassade.

 

‹gARTen2010›: Sa 29./So 30.5. und Sa 5./So 6.6., Binningen, www.garten2010.ch


Kunst statt Militär. Die Tage des Zeughauses in Gelterkinden sind gezählt, auf dem Areal sind Schulbauten geplant. Doch diesen Sommer wird es noch mit dem von Ursula Pfister initiierten Kunstprojekt ‹mobilmachen› belebt, bei dem Bedeutung und Geschichte des Zeughauses vielfältig befragt werden. Rund 25 KünstlerInnen arbeiten dabei in einem offenen Atelier vor Ort, und der Schaffensprozess wird dokumentiert. Abschliessend werden die Werke ausgestellt.

 

‹mobilmachen›: Di 25.5. bis Fr 25.6. (Ateliers), So 15.8. bis Fr 17.9. (Ausstellung), www.mobilmachen.ch


Kunstdialog über die Grenzen. Drei Kunst-räume in Liestal, Strassburg und Sélestat haben gemeinsam 18 Kunstschaffende aus der Region Basel und dem Elsass zum gegenseitigen Kuratieren und Ausstellen eingeladen. Damit sollen der grenzüberschreitende Austausch gefördert und neue Horizonte eröffnet werden.

 

‹Kompetenzverschiebungen›: Do 6.5. bis So 20.6., Kunsthalle Palazzo, Liestal, www.palazzo.ch


Beste Comics & Fotos. Ganz Luzern steht im Zeichen des Fumetto Festivals, das mit zahlreichen Ausstellungen und Begleitveranstaltungen zum Eintauchen in die kreative Welt der Comics einlädt. Und in Zürich werden die 18 besten Foto-werke der Schweiz prämiert und präsentiert.

 

19. Fumetto Festival: Sa 1. bis So 9.5., www.fumetto.ch

 

Swiss Photo Award: Sa 8. bis So 16.5., ewzselection.ch


Armut in der Schweiz. Die Schweiz ist ein reiches Land, und trotzdem ist auch hierzulande etwa jeder 10. Mensch von Armut bedroht und auf Unterstützung angewiesen. Eine Wanderausstellung zeigt auf, wer warum und wie betroffen ist und informiert vielseitig über die Sozialhilfe.

 

‹Im Fall›: Di 27.4. bis Mo 3.5., Offene Kirche Elisabethen, www.im-fall.ch

 

(Heft Mai 2010, S. 24)