Spenden-Tafel

 

 

Stiftung für Medienvielfalt

 

BLKB Jubiläumsstiftung

 

 

Privatpersonen
A.B. aus Kaiseraugst
Anne-Käthi Wildberger
Armin Vogt aus Basel
Atelier für Arbeiten mit Stein
Atelier Gillmann + Co GmbH
B.A. aus Basel
B.K. & B.K.
Balz Raz
Beat Lehmann aus Basel
C. Speitel
C.M. & A.M.
Christian Sutter-Lukanow
D.D. aus Basel
Elisabeth Tschudi-Moser
Eva Herzog
Franziska von Blarer
Hans Furrer
Heiner Dalcher
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J. Finsterwald
Jürg Ewald
L.B. aus Basel
Linde & Martin Meneghin
M.G.
M.M aus Basel
Marianne Mattmüller
Mathias Bonert
P. Jaccoud
P.S. aus Basel
Regula Rappo-Raz aus Basel
S. Kubli Fürst
S. Scherrer & Benedikt Marzahn
S. Strub aus Basel
S.J. & M.J. aus Therwil
Susanne Wyttenbach
V.S. aus Gattikon

 

Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Filmstill aus ‹Die göttliche Ordnung›, 2017 

Zeit für Veränderung

Editorial aus ProgrammZeitung Juni 2019

Dagmar Brunner

Schon die Frauen der Antike taten es erfolgreich: Sie streikten. Mit dem drastischen Mittel des Liebesentzugs erzwangen sie den Frieden zwischen Athen und Sparta.
Das schildert Aristophanes in seiner Komödie ‹Lysistrata›, deren pazifistische Botschaft noch immer aktuell ist. Später, vor allem im
20. Jahrhundert, streikten Frauen (wenn
auch mit weniger einschneidenden, gleichwohl oft originellen Mitteln) für Verbesserungen ihrer Berufs- und Lebens-situation, für gleiche Rechte von Mann und Frau. Sie kämpften für die Reduzierung der Arbeitszeit, bessere Löhne und Ausbildungschancen, für das Stimm- und Wahlrecht, eine Mutterschaftsversicherung und das Recht auf Abtreibung, für kostenlose Kinderbetreuung und Bezahlung der Haus- und Sorgearbeit sowie gegen
sexuelle Belästigung und Missbrauch, Gewalt in der Ehe, sexistische Werbung usw.

In Grossbritannien und den USA, in Österreich, Island und Spanien gab es mächtige Demonstrationen – und 1991 sogar in der Schweiz. Ausgelöst durch Uhrenarbeiterinnen im Kanton Jura, die sich über die Lohnungleichheit empörten, entwickelte sich eine landesweite Manifestation, an der sich eine halbe Million Menschen beteiligten – doppelt so viele wie am Generalstreik 1918. Selbst die Androhung von Sanktionen oder gar Streikverbote verhinderten die Proteste nicht. Das Grossereignis machte international Schlagzeilen, wenngleich die Medien lieber über den Festcharakter, die lila- und pinkfarbenen Kleider, Fahnen und Transparente oder die Aktionen solidarischer Männer berichteten als über die politischen Forderungen der Frauen. Wer ihn miterlebt hat, weiss: Es war ein bewegender, hoffnungsfroher Tag!

Doch trotz zwischenzeitlicher Fortschritte ist die Gleichstellung, insbesondere bei den Löhnen, nach wie vor nicht umgesetzt, obwohl sie seit 1981 (!) in der Verfassung steht und seit 1996 auch gesetzlich verankert ist. Und so kommt es nun am 14. Juni zum zweiten, hoffentlich ebenso denkwürdigen und erfolgreichen feministischen Streik. ‹Wenn Frau will, steht alles still› oder ‹Wenn Frauen wollen, kommt alles ins Rollen›, hiess es 1991. Heute heisst es prosaisch: ‹Gleichberechtigung. Punkt. Schluss!› Der vielerorts mit einem sog. Gendersternchen versehene ‹Frauen*streik› deutet freilich an, dass letztlich weit mehr gemeint ist als gleiche Löhne, nämlich tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen, die allen, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Alter, Herkunft und Kultur ein freies, würdiges Leben ermöglicht. Dies gilt es immer wieder einzufordern, entschlossen und durchaus kreativ-lustvoll. Bereits im Vorfeld des Streiks sind in der Region entsprechende Aktivitäten angekündigt, etwa Performances, Filme, ein Podium und ein Höhenfeuer.


• Frauenstreik in Basel: Fr 14.6., 11 h dezentrale Aktionen, 15.24!
   Besammlung Theaterplatz, 17 h Demo ab Theaterplatz, ab 19 h
   Afterparty im Humbug, www.frauenstreik2019.ch,
   www.feministischer-streik-basel.ch

• Ausserdem: Nationaler Flüchtlingstag, Region Basel: Sa 15.6.,
   11.30–18.30, Theaterplatz, www.fluechtlingstage.ch 

  

Editorial

Editorial aus
dem Juniheft 2020

Langsamer Ausstieg aus dem Lockdown

Sabine Knosala

Editorial

Editorial aus
dem Maiheft 2020

ProgrammZeitung im Corona-Modus

Sabine Knosala

Editorial

Editorial aus
dem Aprilheft 2020

Kultur in Zeiten der Pandemie

Sabine Knosala

Editorial

Editorial aus
dem Märzheft 2020

Es muss Spass machen …

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus
dem Februarheft 2020

Für eine lebenswerte Stadt

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus
dem Januarheft 2020

Kunstvoll ins neue Jahr

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus
dem Dezemberheft 2019

Schweizer Kehrseiten

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus
dem Novemberheft 2019

Bücher und Rechte für Kids

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus
dem Oktoberheft 2019

Nachhaltig und mutiger fördern

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus
dem Septemberheft 2019

Mündige Menschen

Dagmar Brunner