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Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Foto: picture alliance/dpa

Aufklärung und Fairness

Editorial aus ProgrammZeitung 6/2017

Dagmar Brunner

Sie sind in aller Munde, die sogenannten­ Fake News, als wären sie eine Neuerfindung. Dabei sind sie ­so alt wie die Menschheit, Kaiser, Päpste, Diktatoren aller ­Zeiten nutz­(t)en sie für ihre Interessen, und jede/r ‹Nor­malo› hat schon mal gelogen, andere getäuscht, Gerüchte und Vor­urteile verbreitet. Wir alle lieben gute Stories, ­beteiligen uns an Klatsch, nehmen es manchmal nicht so genau. Neu am Phänomen Fake News (das Wort wurde in Deutschland zum ‹Anglizismus des Jahres› gewählt) ist, dass sie heute sofort millionenfach verbreitet werden ­können. Und dass Politik und Medien derzeit pauschal und massiv Falsch­mel­dungen unterstellt werden, wobei der ­Begriff ‹Lügen­presse› ebenfalls eine bewegte Vergangenheit bis ins 19. Jahrhundert hat.

Ohne Zweifel: Desinformation, Verleumdung und Diffamie­rung haben zugenommen und untergraben das Vertrauen. Da hilft nur Aufklärung, und gerade dafür braucht es seriöse, professionelle Medien, die mit transparenten Krite­rien ­falsche Aussagen erkennen und widerlegen können und sich zudem der eigenen Defizite bewusst sind. Diese Werte unterstützt auch der Verein Fairmedia, der 2015 in Basel gegründet wurde und seit einem Jahr operativ tätig ist. Inzwischen umfasst er rund 70 Mitglieder, die meisten davon natürliche Personen aus dem Raum Basel, und betreibt eine kostenlose, unabhängige Anlaufstelle für Menschen und Institutionen, die sich von Medienberichten unfair behandelt fühlen oder diese beanstanden. Drei Teilzeitmitarbeiter (insgesamt rund 60 Prozent) bieten medien­juristische, medienethische und psychosoziale Berat­­ung, Medientraining und eine Plattform für Richtig­stellungen und Gegendarstellungen an. Rund 20 Fälle wurden bisher bearbeitet, also 1 bis 2 pro Monat, Tendenz zunehmend.

Mit einer Tagung zu Fake News, an der versierte Medien- und Kommunikationsfachleute referieren, tritt Fairmedia nun stärker an die Öffentlichkeit. Dabei werden auch die Chancen dieses Diskurses für den engagierten Journalismus thematisiert.

Dass es durchaus Interesse an fundiertem Journalismus und neuen Medienmodellen gibt, zeigt u.a. die Kampagne für das Online-Medium ‹Republik›, das dank geschickter Kommunikation und einer beispiellos erfolgreichen Crowd­funding-Aktion 2018 gut gepolstert starten kann. Die rührige Crew weilte auch einen Tag im Parterre unseres Domizils und verteilte mit ihrem Manifest bedruckte Stofftaschen, Buttons, Flyer etc. Und sie hörte ihrem künftigen Publikum zu, nahm Lob, Kritik und Wünsche entgegen. «Ohne Jour­na­lismus keine Demokratie. Und ohne Demokratie keine Freiheit», sind die MacherInnen überzeugt. Das ist etwas pathetisch, aber nicht falsch.

♦ Fairmedia, Murbacherstr. 34, T 061 383 78 74, www.fairmedia.ch
♦ Tagung ‹Fakten, Daten, Lügen – welchen Informationen kann ich trauen?›: Fr. 23.6.2017, 13:15–18:00, Pro Iure Auditorium, Juris­tische Fakultät der Universität Basel, Peter Merian-Weg 8 (Tram 10/11 bis Peter Merian). Referate von Vinzenz Wyss, Katharina Kleinen von Königslöw, André Wolf. Podium mit Esther Girsberger, Min Li Marti, Pascal Sigg, Dominique Strebel, Hansi Voigt, Modera­tion Matthias Zehnder

 

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