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Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Rainer Werner Fassbinder, Foto: Peter Gauhe

ProgrammZeitung 1/2018, S. 16

Zeichen und Wunder

Dagmar Brunner

Im Burghof Lörrach werden Fassbinders Person und Werk geehrt

Kreativ und kritisch, mit Lederjacke, Zigarette, Schnauz und Hut: das war RWF. Nur gerade 37 Jahre alt wurde der deutsche Theater- und Filme­macher Rainer Werner Fass­binder (1945–1982), doch sein Werk ist umfangreich und vielfältig, umfasst z.B. mehr als 40 Filme, mehrere TV-Serien und über 20 Bühnenstücke und Hörspiele – etliches davon preisgekrönt und mit internationalem Erfolg.

Fassbinder hatte keine glückliche Kindheit, er las viel, schrieb schon früh Gedichte, Kurzgeschichten und Theater­stücke, interessierte sich fürs Filmemachen, nahm privaten Schauspielunterricht, scheiterte aber an konven­tionellen Ausbildungsstätten. Inspiriert von der Nouvelle Vague und US-Krimis entstanden ab 1966 erste Kurzfilme. Mit zum Teil langjährigen Gefährten wirkte er in Theater- und Filmprojekten, spielte, inszenierte, produzierte und war als rastloser Arbeiter bekannt. Zu seinem turbulenten Leben in Frankfurt, Berlin und München gehörten aber auch Prosti­tution, Alkohol, Drogen und Schulden, zudem entbrannte nach seinem Tod ein Nachlassstreit.

Anarchie der Fantasie

Fassbinders Filme handeln ungeschminkt, verstörend und berührend von Privatem und Politischem in Deutschland, erzählen von Abhängigkeiten, Macht, Liebe und Sehnsucht. Dabei bediente er sich auch literarischer Vorlagen (‹Effi Briest›, ‹Berlin Alexanderplatz› etc.) und schuf unvergess­liche Frauenfiguren, verkörpert etwa von Hanna Schygulla.

Nun ist dem so passionierten wie umstrittenen Kopf, 35 Jahre nach seinem Tod und mit Blick auf die heutige «berstende Welt», eine dreitägige Hommage gewidmet (Programm und Dramaturgie Niggi Ullrich). Den filmischen Auftakt macht ein Dok-Porträt von Annekatrin Hendel (2015), gefolgt von fünf eindrücklichen Filmen, an denen Fassbinder mitgewirkt oder die er verfasst hat: ‹Deutsch­land im Herbst› (1978), ‹Angst essen Seele auf› (1974), ‹Querelle› (1982), ‹Die Ehe der Maria Braun› (1979) und ‹Lola› (1981). Vor und nach den Filmen präsentieren bekannte Kabarett- und Theaterschaffende – u.a. Matthias Deutschmann, Daniel Buser, Daniel Wahl und Angela Buddecke – eigens erarbeitete szenische Lesungen und Performances. Gesprächsrunden mit ihnen und weiteren Gästen aus Kultur und Politik ergänzen die Abende, die man an der Bar mit Bier, Buletten und Debatten ausklingen lassen kann. Fassbinders Filme und seine ‹Anarchie der Fantasie› bieten immer noch höchst aktuelle Anregungen.

‹Rainer Werner Fassbinder. Wer sonst?›, Filme, Lesungen, Gespräche und Bar: Do. 11. bis Sa. 13.1.2018, Burghof, Lörrach. Siehe S. 35.

 

Highlights

Highlight aus 1/2018

«Auf zum Schlussstrich!»

Der ‹Performance Process› endet mit aktuellen Werken aus der Schweiz.

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«Radio- und Fernsehkultur in Teufels Not»

Die Kultur- und Medienvielfalt steht zur Debatte.

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«Zeichen und Wunder»

Der Schlagzeuger Fritz Hauser lädt zum dritten Festival ‹Different Beat› ein.

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«Sehnsucht nach Utopie»

Im Burghof Lörrach werden Fassbinders Person und Werk geehrt.

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Highlight aus 12/2017

«Respektvoller Genuss»

Samuel Herzog tischt poetische

‹Mundstücke› auf.

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«Metzgete mit Barockmusik»

Eine spartenübergreifende Musikshow mit Erika Stucki.

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Der Dokfilm  ‹Glow huldigt eine Stilikone der Achtzigerjahre.

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Highlight aus 11/2017

«Abschied mir Knall»

Roman Signer macht eine Ausstellung und eine Performance in Basel.

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Highlight aus 11/2017

«Gegengewicht zum lauten Geschrei»

Die Buch Basel breitet sich ‹Unerhört› aus.

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Highlight aus 11/2017

«Ein Podium für Unerwartetes»

Patrick Bühler organisiert das
20. Nischen-Filmfestival Clair-obscur.