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Sowie zahlreiche weitere
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Die rauchende Piatti-Eule am Zeichentisch,
© Verein ‹Celestino Piatti – Das visuelle Erbe›

ProgrammZeitung 05/2019, S. 21

Eulen- und Menschenliebe

Dagmar Brunner

Ausstellung mit Werken des Grafikers und
Malers Celestino Piatti.
Wer in den Sechzigerjahren aufgewachsen ist, kennt das Bilderbuch bestimmt, das bis heute verlegt und nicht nur von Kindern geliebt wird: ‹Eulenglück›, illustriert von Celestino Piatti. Oder vielleicht erinnert man sich an die Lese-fibel ‹Anneli und Hansli oder an den freundlichen Hamster, der für die ‹Basler Rabattmarken› warb. Oder an andere von Piattis über 500 einprägsamen Plakaten – für Bücher, Theater, Museen, Zirkusse, die Natur und soziale Einrichtungen ebenso wie für Messen, Parteien, Banken, Medien und Zigaretten (er selbst rauchte Pfeife). Und keine Bibliothek kommt ohne seine Buchumschläge aus, die er für den Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv) gestaltete – rund 6000 innerhalb von 30 Jahren.
Piattis erstes Bilderbuch ‹Eulenglück› erschien 1963 (mit einem neu übersetzten Text von 1895) und wurde ein Welterfolg. Die Eule war sein Lieblingstier und Alter Ego, 

er malte tausende, nebst vielen andern Natur- und Fabel-wesen. Sein Engagement galt, nie verbissen, aber oft mit feinem Humor, zunehmend umwelt- und gesellschafts-politischen Themen, so auch Kinder- und Frauenrechten.

Prägnante Bildsprache.
Bereits mit 26 Jahren machte sich der 1922 bei Zürich geborene Künstler – nach Grafikerlehre, Aktivdienst, erster Anstellung – selbstständig. Ohne Assistenten und stets von Hand kreierte er in seinen Ateliers (zunächst in Riehen, dann in Basel, später in Duggingen) Auftragsarbeiten wie Buch- und Plakatgestaltung, Briefmarken, Karikaturen und Illustrationen sowie ein breites künstlerisches Werk: Aquarelle, Ölgemälde, Lithografien, Glasbilder und Plastiken. Seine erste Frau Marianne, selber Grafikerin, arbeitete mit ihm zusammen; seine zweite Frau Ursula, Journalistin, unterstützte ihn mit Texten und Recherchen. Aus den beiden Ehen gingen fünf Kinder hervor.

1960 wurde Piatti Hausgrafiker des von elf deutschen und Schweizer Verlagen gegründeten dtv, dessen optischen Auftritt er bis 1993 nachhaltig prägte – ein Traumjob, dem er mit ungeheurem Fleiss und Freude nachkam. So las er
z. B. einen Grosssteil der Bücher, um ein passendes Cover zu kreieren und setzte sich auch mit den Inhalten und Produkten auseinander, für die er warb, wählte die ihnen gemässe Technik, von Stift und Pinsel über Linolschnitt bis zu Fotografie und Collage. Dennoch war seine Bildsprache unverkennbar, gegenständlich, einfach und prägnant, von «geistreicher Naivität» (Stephan Waetzoldt). «Dunkle Konturen mit strahlenden Farben» (Annemarie Monteil) blieben sein Markenzeichen.

Pflege des visuellen Erbes.
Celestino Piatti starb 2007, doch in seinem Basler Atelier
in der St. Johanns-Vorstadt lagern unzählige seiner Werke und harren der Erschliessung und Vermittlung. Dieser Aufgabe widmet sich ein im Januar gegründeter Verein, dem Mitglieder der Familie und sachverständige Externe angehören. Nun organisieren sie erstmals eine Verkaufs-ausstellung mit einer breiten Werkauswahl aus dem Nachlass und geben damit Einblick in das vielseitige und vielfach ausgezeichnete Schaffen dieses bedeutenden Gestalters. Der Reinerlös der Schau soll zur Finanzierung eines Buches beitragen, das zum 100. Geburtstag des Künstlers 2022 erscheinen wird. Unter Federführung der Literaturwissenschaftlerin Barbara Piatti kommen Leben und Werk ihres Vaters zur Darstellung – womit auch Basler Zeit- und Kunstgeschichte erzählt wird.

• ‹Celestino Piatti – das visuelle Erbe›: Sa 4.5., 18 h (Vernissage), 

    bis Sa 18.5. (16–19 h Finissage in Anwesenheit der Familie),    
    Petershof, Petersgraben 19. Jeweils Do/Fr 14–19 h, Sa 11–19 h,
    So 11–17 h, www.petershof.ch, www.celestino-piatti.ch 



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