Spenden-Tafel

 

 

Stiftung für Medienvielfalt

 

BLKB Jubiläumsstiftung

 

 

Privatpersonen
A.B. aus Kaiseraugst
Anne-Käthi Wildberger
Armin Vogt aus Basel
Atelier für Arbeiten mit Stein
Atelier Gillmann + Co GmbH
B.A. aus Basel
B.K. & B.K.
Balz Raz
Beat Lehmann aus Basel
C. Speitel
C.M. & A.M.
Christian Sutter-Lukanow
D.D. aus Basel
Elisabeth Tschudi-Moser
Eva Herzog
Franziska von Blarer
Hans Furrer
Heiner Dalcher
Heinz Stahlhut
J. Finsterwald
Jürg Ewald
L.B. aus Basel
Linde & Martin Meneghin
M.G.
M.M aus Basel
Marianne Mattmüller
Mathias Bonert
P. Jaccoud
P.S. aus Basel
Regula Rappo-Raz aus Basel
S. Kubli Fürst
S. Scherrer & Benedikt Marzahn
S. Strub aus Basel
S.J. & M.J. aus Therwil
Susanne Wyttenbach
V.S. aus Gattikon

 

Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Visual von La Coupole, Ivan Wyschnegradskys visionäres Lichtkuppel-Projekt

ProgrammZeitung aus dem Septemberheft 2019, S. 13

Raum erzeugt Klang, Klang kreiert Raum

Christian Fluri

Das Festival ‹ZeitRäume Basel› verbindet
zeitgenössische Musik und Architektur.
Mit einem besonderen ‹Leuchtturmprojekt› überrascht
die diesjährige Ausgabe von ‹ZeitRäume Basel›: Das Genfer Architekturbüro ‹Made in› entwickelt und baut im Hof
des Kunstmuseums Basel einen 45 Meter hohen, auf seiner Spitze balancierenden Klangturm, der «das Unmögliche möglich macht», wie Intendant Bernhard Günther erklärt: ‹Rohrwerk. Fabrique sonore› ist ein Teamwork der Architekten François Charbonnet und Patrick Heiz mit Komponierenden, Musikschaffenden und Technikern. Es entspricht präzis dem Konzept des biennalen Festivals, das zeitgenössische Musik und Architektur miteinander verknüpfen und aufeinander wirken lassen will. Alle Klänge werden über Rohre erzeugt, der Orgelbau dient als Pate. Der Turm wird eine Woche lang live bespielt.

Utopisches Kunstprojekt.
‹ZeitRäume Basel› endet auch anspruchsvoll: Erstmals wird das Lichtkuppel-Projekt ‹La coupole› realisiert, das der Mikroton-Komponist Ivan Wyschnegradsky in den 1940er-Jahren entwickelt hat. Die Markthalle, Basels einziger Kuppelbau, sei dafür der ideale Ort, meint Günther. Gespielt wird die Musik auf sechs in Mikroton-Abständen gestimmten Flügeln; ergänzend füllen tanzende Farb-muster den riesigen Raum. Den Festivalpavillon bei der Mittleren Brücke baut dieses Mal Marco Zünd vom Büro Buol & Zünd, das den Basler Jazz Campus geschaffen hat: eine aufklappbare Würfelkonstruktion, die als Festival-zentrum fungiert.

‹ZeitRäume Basel› hat sich als wichtiges, eigenständiges Festival etabliert, das seinen Fokus ganz auf unsere Gegenwart legt. Hier wird erkundet, wie Klang Raum kreiert und Raum Klang erzeugt. Das Festival hat sich mit seinen vor Ort entwickelten Projekten in der Stadt künstlerisch verwurzelt. So findet es auch eine breite Unterstützung. ‹ZeitRäume Basel› begeistert Kompo-nistinnen und Komponisten, für bestimmte Räume neue Stücke zu kreieren, es bringt mehrere Uraufführungen zu Gehör. Und es weckt zunehmend das Interesse von Profis der Baukunst. Die Verknüpfung von zeitgenössischer Musik und Architektur gelinge immer besser, betont Günther. 

Soziale Räume.
Wiederum werden öffentliche Räume bespielt. Der Münsterplatz ist Ort der Festivaleröffnung. Das Ensemble Deci Bells von Domenico Melchiorre, Schlagzeuger des Sinfonieorchesters Basel, lässt ‹Persephassa› erklingen, das räumliche Schlagzeugstück von Iannis Xenakis, der Komponist und Architekt war. Zudem bringt Melchiore
sein neues Stück ‹Incircles› zur Uraufführung. Marianne Schuppe, Sängerin und Komponistin, führt Chorgruppen aus der Region summend durch die Stadt an belebte Plätze und lädt zum Mitmachen ein. Im Unternehmen Mitte kann man Variationen des Rauschens erleben. Das St.-Johann-Quartier und das Hafenareal im Klybeck werden musikalisch begangen. Erstmals gibt es ein Motto: Es geht um soziale Räume, die Menschen zusammenbringen.

Dazu passt Luigi Nonos grandioses Musiktheater, mit dem das Theater Basel seine Saison eröffnet. Günther freut
sich über die erste Zusammenarbeit mit dem Theater. Gemeinsam mit der Paul Sacher Stiftung, die Nonos Nachlass beherbergt, und der Musik Akademie Basel wird dazu ein Rahmenprogramm veranstaltet. Weitere
Kooperationen geht ‹ZeitRäume Basel› etwa mit der Basel Sinfonietta ein. Im ersten Saisonkonzert ‹Wir sind Meer› wird u. a. die Komposition ‹Rein› der Schweizer Kom-ponistin Katharina Rosenberger uraufgeführt. Sodann wirken das Ensemble Phoenix, die Swiss Foundation for Young Musicians, welche Martin Jaggi als Composer in Residence eingeladen hat, der Gare du Nord und die
Galerie Bartha mit. Zudem wird am Festival der Schweizer Musikpreis verliehen. 

•  3. Festival ‹ZeitRäume Basel›: Fr 13. bis So 22.9., über
    30 Spielorte, www.zeitraeumebasel.com 

•  Ausserdem: ‹L’Esprit de l’Utopie. Die Welt der
    mikrotonalen Musik›:  Do 5. bis Fr 20.9., Haus Zwischenzeit,  
    Spalenvorstadt 33, sowie So 22.9., 20 und 22 h, Markthalle,
    www.zwischenzeit.ch



Highlights

Highlight Juniheft 2020

Filmpremieren während der
Corona-Krise

Was passiert eigentlich mit Kinofilmen,
die während des Lockdowns im Kino angelaufen wären? 

Highlights

Highlight Juniheft 2020

Wie die Museen den Lockdown überstanden haben

Nach der Wiedereröffnung haben die Kunstmuseen ihre Ausstellungen meist verlängert...

Highlights

Highlight Juniheft 2020

Punk, Poesie und Polizei

Vor 40 Jahren wurde die Schweizer Gesellschaft von der «Bewegung» erschüttert. Sie wollte «alles und subito».

Highlights

Highlight Juniheft 2020

«Retten, was noch zu retten ist»

Dieser Mann gibt einfach nicht auf:
Urs Blindenbacher hält trotz Corona-Krise am Offbeat-Jazzfestival fest.

Highlights

Highlight Maiheft 2020

Innehalten und Weitergehen

Die Theater der Region befinden sich im Ausnahmezustand.

Highlights

Highlight Maiheft 2020

In der Schwebephase

Das sind die Überlebensstrategien der Schau­spielenden und Regieführenden.

Highlights

Highlight Maiheft 2020

Klangvolle Geschenke von
Basler Orchestern


SOB und KOB in Zeiten
des Corona-Virus ...

Highlights

Highlight Maiheft 2020

Digitale Nähe

Die Solothurner Literaturtage erfinden sich als Online-Festival neu.

Highlights

Highlight Aprilheft 2020

So gehen Basler Kulturbetriebe
mit der Corona-Krise um

Die ProgrammZeitung hat nachgefragt ...

Highlights

Highlight Aprilheft 2020

Kunstmuseum Basel
expandiert digital

Neue Kommunikationstools überbrücken die Schliessung der Sammlungen und Ausstellungen im Kunstmuseum Basel.