Spenden-Tafel

 

 

Stiftung für Medienvielfalt

 

BLKB Jubiläumsstiftung

 

 

Privatpersonen
A.B. aus Kaiseraugst
Anne-Käthi Wildberger
Armin Vogt aus Basel
Atelier für Arbeiten mit Stein
Atelier Gillmann + Co GmbH
B.A. aus Basel
B.K. & B.K.
Balz Raz
Beat Lehmann aus Basel
C. Speitel
C.M. & A.M.
Christian Sutter-Lukanow
D.D. aus Basel
Elisabeth Tschudi-Moser
Eva Herzog
Franziska von Blarer
Hans Furrer
Heiner Dalcher
Heinz Stahlhut
J. Finsterwald
Jürg Ewald
L.B. aus Basel
Linde & Martin Meneghin
M.G.
M.M aus Basel
Marianne Mattmüller
Mathias Bonert
P. Jaccoud
P.S. aus Basel
Regula Rappo-Raz aus Basel
S. Kubli Fürst
S. Scherrer & Benedikt Marzahn
S. Strub aus Basel
S.J. & M.J. aus Therwil
Susanne Wyttenbach
V.S. aus Gattikon

 

Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Über das Wetter reden: Peter Bichsel im Literaturhaus mit
Reina Gehrig als Moderatorin, 2015, Foto: Ben Koechlin

ProgrammZeitung aus dem Septemberheft 2020, S. 16

Lesungen mit und ohne Wasserglas

Christoph Dieffenbacher

Das Literaturhaus Basel, nach Zürich das zweitälteste
der Schweiz, ist 20 Jahre alt geworden.

Ein Tisch, zwei Stühle, je ein Glas mit Wasser für die Autorin und den Moderator. Auf der Bühne wird gelesen, geredet, diskutiert. Solche Wasserglas-Lesungen haben einen zwiespältigen Ruf: Wegen ihrer Konzentration auf das gesprochene Wort halten sie viele für unersetzlich, andere dagegen für überholt und wenig unterhaltsam.
«Die traditionelle, gut moderierte Wasserglas- Lesung wird ihren Platz weiter behalten», sagt Hans Georg Signer, Präsident jenes Vereins, der das Literaturhaus und das Festival «BuchBasel» trägt. Auch die langjährige, engagierte Intendantin Katrin Eckert hält sie nach wie vor für eine «gute Form der Literaturvermittlung».

Steigende Publikumszahlen.
Diesen Frühling ist das Literaturhaus 20 Jahre alt geworden. Initiiert von der «Literaturgruppe Basel» mit Verena Stössinger, Martin R. Dean und Matthyas Jenny, wurde es früh ideell und finanziell von der Christoph Merian Stiftung unterstützt, heute zusätzlich von den Basler Halbkantonen. Das Gründungsfest wurde im Unter-nehmen Mitte gefeiert, wo das Literaturhaus zunächst untergebracht war, bevor es nach einer zweijährigen Zwischenlösung 2006 an die Barfüssergasse zog. Die Publikumszahlen stiegen – vor Corona – zwar unregel-mässig, aber im Ganzen kräftig an. Mit einem Budget von gut einer Million Franken führte das Haus jährlich über
200 Veranstaltungen für rund 14’000 Literaturinteressierte durch. Das ist ein guter Wert, weil man ja auch Lyrik, Experimentelles und noch nicht Arrivierte präsentieren will, nicht nur die ganz grossen Namen. Doch durch das Literaturhaus finden auch bekannte Autorinnen und Autoren den Weg nach Basel. «Manchen ist es gegeben, an einer Lesung zu glänzen, im Gespräch zu fesseln, zu bewegen, ja zu beglücken», sagt Signer. Besonders gut erinnert er sich an Herta Müller, die Nobelpreisträgerin von 2009, die bereits bei der Eröffnung vor 20 Jahren dabei war, als zweite «Poet in Residence » in der Stadt lebte und an der letzten «BuchBasel» auftrat. Hier stellte sie ihre Collagengedichte vor und redete über Freiheit und Widerstand im Schreiben. Für Signer war das «eine Sternstunde des luziden Nachdenkens über Literatur». Auch die Polin Olga Tokarczuk hätte 2019 teilnehmen sollen, doch sie erhielt kurz zuvor den Nobelpreis zugesprochen und musste ihren Basler Besuch vorerst absagen.

Jubiläumsfeier vorerst abgesagt.

Dass die Autorinnen und Autoren bald wieder vor vollen Sälen auftreten können, wünscht sich Intendantin Eckert am meisten. Während Corona hatte sie als Ersatzprogramm Videos und Texte online gestellt, und Ende September soll die neue App «Hör mal!» mit literarischen Spaziergängen starten. Eckert möchte neue Zugänge und Formate schaffen, auch «mit fremdsprachigen Gemeinschaften enger zusammenarbeiten und die Geschichten der postmigranti-schen Gesellschaft stärker beleuchten». Bereits heute koo-periert das Haus mit Orchestern und Museen, veranstaltet Kindernachmittage, Slam Poetry und Sofa-Lesungen in privaten Wohnzimmern. Dagegen kann die Feier zum
20-Jahr-Jubiläum coronabedingt nicht stattfinden: Sie
wird vielleicht im nächsten Jahr nachgeholt.

 

www.literaturhaus-basel.ch

 

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Das Literaturhaus Basel, nach
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Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah...