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Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

 

ProgrammZeitung aus dem Dezemberheft 2021, S. 11

Musikalische Weltklasse

zum Verschenken

Christian Fluri

Diese neuen Alben von Basler Musikschaffenden
und Orchestern bereiten (nicht nur) an Heiligabend grosse Freude.

 

Bach – sensationell gespielt.

Leila Schayeghs Einspielung der Solo-Sonaten und -Partiten von Johann Sebastian Bach ist schlicht brillant. Das Spiel der Basler Professorin für Barockgeige ist in jeder Figur packend, bewegend im Ausdruck, prägnant in Klang- wie Tempogestaltung und analytisch genau. Ihre Guarneri-Geige von 1675 hat einen warmen, betörenden Ton.
Leila Schayegh lässt ihre Geige sprechen, singen, tanzen. Sie erzählt die je drei Sonaten und Partiten mit hoher Spannung so, dass sie dabei stets deren Struktur offen
legt. Zauberhaft ist die Partita 2 mit der Allemande und
der schwindelerregend tanzenden Giga, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die Violinistin erhält dafür den Diapason d’or 2021. 

Johann Sebastian Bach, «Sonatas and Partitas»:
Leila Schayegh, Violine, Glossa 2021

 

Brahms – lebendige Geschichte.

Dirigent Ivor Bolton, das Sinfonieorchester Basel und Pianist Alexander Melnikov imaginieren in ihrer Einspielung von Johannes Brahms’ 1. Klavierkonzert d-Moll die Uraufführung von 1859, sie kombinieren das Konzert mit Luigi Cherubinis «Éliza, ou le voyage aux glaciers du Mont Saint-Bernard (Overture)» – wie es schon Brahms tat. Melnikov spielt auf einem Blüthner Flügel von 1859, erreicht so einen trockeneren, wärmeren Klang, der Brahms näherkommt. Melnikov und das Orchester bauen in spannungsvoller Rhythmisierung und Klanggebung die Dramatik auf. Im Kopf entstehen Bilder von weiten und zerklüfteten Landschaften. Dazu passt Brahms’ «Tragische Ouvertüre». Auf diesem Album erscheint Brahms in neuem Licht.

Johannes Brahms, «Klavierkonzert No.1, Tragic Overture»,
Cherubini, «Éliza (Overture)»: Alexander Melnikov, Ivor Bolton, Sinfonieorchester Basel, harmonia mundi 2021

 

Zauberhafter Tag mit Haydn.

Das Basler Projekt Haydn2032 schreitet voran. Immer neu durchleuchtet Dirigent Giovanni Antonini Haydns Partituren, arbeitet Ecken und Kanten der Musik heraus, ebenso den hintergründigen Humor. Die hervorragend edierte zehnte CD «Les heures du jour» verbindet die Sinfonien 6 (D-Dur), 7 und 8 (beide C-Dur) mit Mozarts Serenade No. 6 in D-Dur, «Serenata notturna». Einen zauberhafter Tag schenken uns Haydn, Antonini und sein Ensemble Il Giardino Armonico mit dem Erwachen der Natur in «Le Matin», dem Trubel und nachfolgender Ruhe in «Le Midi» sowie dem ausgelassenen Tanz und dem Sturm, der alles wegfegt, in «Le Soir». Haydn klingt aufregend und neu. Mit Mozart schreiten wir dann trommelnd in die Nacht. 

Joseph Haydn, «Haydn2032 No. 10, Les heures du jour»:
Giovanni Antonini, Il Giardino Armonico, Alpha Classics 2021

 

Faszinierend dichte Klangwelten.

Jannik Giger, Basler Komponist und Videokünstler, kreiert in seinen Musikinstallationen dichte Klangwelten. Die vier Stücke auf seinem Album «Krypta» komponierte er aus Probenmaterial, das er auf seinem Computer gefunden hatte. In «Orchester» (2018) schafft er aus den Aufnahmefetzen eigene Klanggebilde, die sich verdichten, abstossen, überlagern, befragen. Diese Musik entwickelt einen starken Sog. Das Titelstück (2019) erzählt mit boshafter Ironie von Dirigenten, Förderern und Tyrannen. «On one or with you?» ist ein spannungsvoller Dialog zwischen Neuer Musik des Ensembles Xasax und dem Renaissancegesang des Quartetts Thélème: eine fantastische Musik, in der sich Zeiten und Epochen auflösen.

Jannik Giger, «Krypta»: Xasax, Thélème, Kairos 2021

Ergreifende Madrigalkunst.

Die Sänger sitzen um einen Tisch und intonieren Madrigale. Die Mitte des 17. Jahrhunderts verschwindende Madrigalkunst hat Johannes Keller, Organist, Cembalist, Dirigent und Professor an der Schola Cantorum Basiliensis zusammen mit dem Vokalsextett Domus Artis neu aufleben lassen. Die CD mit Madrigalen von Michelangelo Rossi geht auf das Schola-Projekt zurück, in dem Systeme mit mehr als zwölf Tönen pro Oktave erforscht wurden. Hier wird wunderbar fünfstimmig, in engen Intervallen von Liebesschmerz  und -leidenschaft gesungen – von Keller auf dem Arciorgano (36 Tasten pro Oktave) und dem Clavemusicum omnitonum (31 Tasten) begleitet: Herzergreifender Gesang, der sich ineinander verschlingenden Stimmen.

«Madrigali al tavolino», Multitonale Madrigale von Michelangelo Rossi: Johannes Keller, Ensemble Domus Artis, Glossa, Schola Cantorum Basiliensis, 2021

 

Schubert – krönender Abschluss.

Mit der unvollendeten Sinfonie No. 7 h-Moll vollenden Dirigent Heinz Holliger und das Kammerorchester Basel ihre Gesamtausgabe der Sinfonien von Franz Schubert.  Die Kombination der Stücke macht Schuberts musikalische Entwicklung hin auf die Unvollendete hörbar und denkt dessen Musik ins Heute weiter. Eindrücklich erhalten Melancholie und innerer Aufruhr Klang – in der Unvollendeten wie in dem vom Komponisten Roland Moser orchestrierten Andante-Fragment von 1828. Mosers tiefgreifende Auseinandersetzung mit Schubert erleben wir in «Echoraum zu ‹Schuberts Begräbniß-Feyer›» – auch im Vergleich zum berührend intonierten Original für neun Blasinstrumente. Ein krönender Abschluss des Schubert-Zyklus.

Franz Schubert, «Symphony No. 7 ‹Unfinished›»: Heinz Holliger, Kammerorchester Basel, Sony 2021

 

Highlights

Highlight Dezemberheft 2022

Plädoyer für einen gesunden, 
respektvollen Ballettunterricht

Die Enthüllung der Missstände an der Ballettschule Theater Basel hat die Region erschüttert.

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Highlight Dezemberheft 2022

Ein Jahrhundert Rundfunk

Das Radio ist aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Das ist seine Geschichte in der Schweiz.

 

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Highlight Dezemberheft 2022

Stimme der Region

Programmleiter Benjamin Bruni erklärt,
mit welchen Themen er sich aktuell bei Radio Basilisk auseinandersetzt.

 

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Highlight Dezemberheft 2022

Herz & Schmerz

Das Junge Theater Basel präsentiert
einen Abend mit Liebesliedern – und denkt kritisch über deren Inhalte nach.

 

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Highlight Novemberheft 2022

«An einem Literaturfestival werden Entdeckungen gemacht»

Marion Regenscheit hat die Leitung der BuchBasel übernommen. 

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Highlight Novemberheft 2022

Neue Töne zum 25-Jährigen

Basels wohl harmonischste Dreiecksbeziehung feiert ihr
Silbernes.

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Highlight Novemberheft 2022

Auf den Spuren eines Multitalents

Ein bedeutender Schweizer Filmpionier kommt zu späten Ehren: François-Henri Lavanchy-Clarke.

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Highlight Oktoberheft 2022

Musique intime

Hauskonzerte sind ein besonderer Genuss,
etwa die von Samuel Kopp.

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Highlight Oktoberheft 2022

Tanzend für Nachhaltigkeit
sensibilisieren

Reconnecting Circles will im Kulturhaus Elys Bewegung, Begegnung, Kultur und Nachhaltigkeit zusammenbringen. 

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Highlight Oktoberheft 2022

Tagebuch aus der Ukraine

Die Baslerin Judith Schifferle hat vom 2.
bis 4. September am internationalen Lyrik-treffen «Meridian Czernowitz» in der Ukraine teilgenommen.