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Leiterin Marion Regenscheit präsentiert das neu gestaltete Programmheft der BuchBasel, Foto: Sabine Knosala

ProgrammZeitung aus dem Novemberheft 2022, S. 19

«An einem Literaturfestival werden Entdeckungen gemacht»

Sabine Knosala

Marion Regenscheit hat die Leitung der BuchBasel übernommen. Im Interview verrät die 35-Jährige, was bei dem Literaturfestival neu wird.

 

«Entgrenzen» lautet das Fokusthema dieses Jahr. Verstehen Sie das politisch oder literarisch?
Marion Regenscheit: Sowohl als auch. Angestossen wurde die Wahl durch die aktuellen politischen Entwicklungen wie die Grenzschliessungen während der Pandemie, die Aufnahme von ukrainischen Flüchtlingen oder die Frontex-Debatte. Wir wollten ein Thema wählen, das sowohl positive als auch negative Aspekte beinhaltet.

Wie wurde der Fokus im Programm umgesetzt?
Es gibt zum Beispiel Diskussionen zu Migration und Flucht, aber auch zu körperlichen Grenzüberschreitungen wie dem Abtreibungsverbot in den USA. 
Wir spüren dem Entgrenzen aber auch literarisch nach: Was passiert, wenn Syntax und Grammatik nicht mehr als einzige Parameter das Zusammenspiel von Buchstaben und Sätzen bestimmen?

Bricht die BuchBasel auch selber Grenzen auf?
Ja, in Bezug auf die Literaturvermittlung. Das ist etwas, was mich immer wieder antreibt. Literatur zu lesen, ist per se eine einsame Tätigkeit. Jeder kann für sich allein zu Hause ein Buch lesen. Erst die Begegnung ermöglicht jedoch einen Austausch. Ein Festival ist ein solcher Ort der Begegnung: Man kann die Autorinnen und Autoren sehen, sie lesen hören, aber auch mit anderen Besuchenden über die Werke diskutieren. Das ist beim Publikum ein echtes Bedürfnis.
Und dann könnte man noch einen Schwenk auf die digitale Literatur machen, denn auch diesbezüglich bricht das Festival Grenzen auf ...

Stimmt. Aus der Reihe «jung und wild» wurde «Potenzial digital». Warum?
Mit «jung und wild» zeigte sich die BuchBasel experi-mentierfreudig: Es gab Short Stories in Beizen  und multi-mediale Lesungen an anderen ungewöhnlichen Orten. Aber auch die jungen Wilden werden älter: Multimedial zu arbeiten ist mittlerweile arriviert. Zudem finde ich die Trennung zwischen den «jungen Wilden» und den «alten Arrivierten» schwierig. Beide Altersgruppen können sehr wohl beides sein. 
Mit der neuen Reihe wollen wir ein Forum gründen: Was ist digitale Literatur? Wie wird sie produziert? Wie konsumiert? Am Samstag findet beispielsweise ein Virtual-
Reality-Kino statt, aber nicht mit einem jungen Wilden, sondern mit Klaus Merz, einem gestandenen Poeten, der zwischen Bild und Text changiert. Mit diesem Gratis-Angebot wollen wir die Leute an das Genre heranführen und Hemmschwellen abbauen.

Wie ist es denn bei Ihnen, lesen Sie lieber digital oder analog?
Ich lese viele Bücher schon vor dem offiziellen Erschei-nungstermin und somit digital. Wenn ich kann, ziehe ich aber ein gedrucktes Exemplar vor – vor allem privat.

Welches Buch liegt gerade auf Ihrem Nachttisch?
Ich lese viel parallel und höre Hörbücher, für das Festival, aber auch für den Literatur-Podcast «eins.sieben.drei», den ich zusammen mit Lucien Haug und Christoph Keller betreue, und zwar nicht nur zu Hause, sondern auch unterwegs. Meine Taschen platzen oft aus allen Nähten (lacht). Aktuell habe ich gerade die Bücher «Die Zwischengängerin» von Thomas Brunnschweiler und «Susanna» von Alex Capus dabei, welche mit Susanna Carolina Faesch die gleiche historische Person aus Basel beschreiben. Privat darf es auch mal ein Krimi oder Thriller sein.
Apropos, an der BuchBasel wird die Krimi-Bestseller-Autorin Donna Leon genauso auftreten wie die Theater-autorin Svenja Viola Bungarten oder der Basler Ralph Tharayil, dessen erstes Buch 2023 erscheinen wird. 

Wie gehen Sie mit dem Spannungsfeld zwischen Mainstream und noch unbekannter, teilweise auch unbequemer Literatur um?
Ich versuche beim Zusammenstellen des Programms eine Balance zu finden zwischen den verschiedenen Inhalten. An einem Literaturfestival darf man aber programmatisch mehr wagen als an einer einzelnen Lesung, weil sich das Publikum auch auf Unbekanntes einlässt. Nur so werden Entdeckungen gemacht.

Erstmals ist die Kaserne als Spielstätte dabei. Was erhoffen Sie sich davon?
Die Kaserne ist ein wichtiges Kulturzentrum im Kleinbasel. Wir können dort ein anderes Publikum  erreichen und profitieren von der vorhandenen technischen Ausrüstung. Es gibt immer mehr Formate in der Literatur, für die ein Tisch und zwei Mikrofone nicht mehr ausreichen. Performances, Mischformate mit Musik, aber auch Grenzgängerinnen und -gänger in der Literatur haben mit der Kaserne einen guten Veranstaltungsort. 

Sie haben die Leitung der BuchBasel von Katrin Eckert übernommen, was einem Generationenwechsel gleichkommt. Wie holt man ein jüngeres Publikum an ein Literaturfestival?
Wichtig sind Kommunikation und Sichtbarkeit. Wir haben Website und Programmheft neu gestaltet, konzentrieren uns nun auch visuell ganz aufs Wort. Zudem haben wir neu einen eigenen Instagram-Kanal, um ein Publikum zwischen 25 und 40 Jahren anzusprechen. Aber natürlich ist auch das Programm wichtig: So tritt unter anderem die Autorin Sibylle Berg mit einer Basler Hip-Hop-Band auf. Wichtig ist, dass jüngere Leute wissen, dass es uns gibt und die BuchBasel mit tollen, persönlichen Erlebnissen verbinden.

Ausserdem: Schweizer Erzählnacht unter dem Motto «Verwandlungen» : Fr 11.11., diverse Institutionen schweizweit, www.sikjm.ch

 

Das Festivalprogramm

Das internationale Literaturfestival BuchBasel bringt Bücher ins Gespräch und sorgt an über 70 Veranstaltungen in Basel für Begegnungen mit rund 100 Autorinnen und Autoren. Das Programm reicht von klassischen Lesungen über experimentelle Crossover-Projekte und Konzerte bis hin zum Kinderbuchfestival. Denkerinnen und Denker verschiedener Disziplinen diskutieren zum Fokusthema «Entgrenzen». Am dritten und letzten Festivaltag findet die Verleihung des Schweizer Buchpreises statt.

BuchBasel: Fr 18.11. bis So 20.11., Basel, www.buchbasel.ch


Highlights

Highlight Februarheft 2023

Vom Buch auf die Bühne

Marie Bues (42) inszeniert am Theater
Basel den Erfolgsroman «Die Aufdrängung» der Basler Autorin Ariane Koch.

 

Highlights

Highlight Februarheft 2023

Ausloten von Grenzen 

Das «Hear and now»-Festival in
Liestal bewegt sich zwischen Jazz und Neuer Musik.

 

Highlights

Highlight Februarheft 2023

Eine fürs Boudoir, eine für
den Salon

Die Sammlung Andreas Ernst mit rund
70 antiken Pendeluhren in Muttenz ist immer noch ein Geheimtipp.

Highlights

Highlight Januarheft 2023

Aufbruch in ein selbstbestimmtes Leben

Eine Ausstellung und ein Theaterstück thematisieren Migrationsgeschichte(n) zwischen der Schweiz und der Türkei.

 

Highlights

Highlight Januarheft 2023

Die Tribute von Basel

Abba, Beatles, Queen und James Brown:
Die grossen Bands sind zurück in Basel.
Also fast. Der Januar gehört den Tribute Shows.

 

Highlights

Highlight Januarheft 2023

Für die Vielfalt des L(i)ebens

Gini Bermond hat in den Kultkinos
die Veranstaltungsreihe «pink.friday»
ins Leben gerufen.

 

Highlights

Highlight Dezemberheft 2022

Plädoyer für einen gesunden, 
respektvollen Ballettunterricht

Die Enthüllung der Missstände an der Ballettschule Theater Basel hat die Region erschüttert.

Highlights

Highlight Dezemberheft 2022

Ein Jahrhundert Rundfunk

Das Radio ist aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Das ist seine Geschichte in der Schweiz.

 

Highlights

Highlight Dezemberheft 2022

Stimme der Region

Programmleiter Benjamin Bruni erklärt,
mit welchen Themen er sich aktuell bei Radio Basilisk auseinandersetzt.

 

Highlights

Highlight Dezemberheft 2022

Herz & Schmerz

Das Junge Theater Basel präsentiert
einen Abend mit Liebesliedern – und denkt kritisch über deren Inhalte nach.