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Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Aus dem Erlös der ersten Saffa 1928 wurde die Bürgschafts­-genossenschaft Saffa gegründet. Illustration: zVg

Lebendige Vergangenheit – und Zukunft!

Editorial aus ProgrammZeitung 7–8/2018

Dagmar Brunner

Wer in die Ferien geht, studiert vielleicht lieber die Geschichte der angepeilten Destination als die Geschehnisse im eigenen Land. Oder hat erst recht Zeit, sich mit dessen Vergangenheit zu befassen. Zum Beispiel mit der ‹Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit› (Saffa), die vor 90 Jahren erstmals in Bern und 1958 zum zweiten Mal in Zürich stattfand. Die Saffa 1928 wollte die Bedeutung des ‹weiblichen Anteils› an Gesellschaft und Volkswirtschaft der Schweiz aufzeigen. Ihre Initiantinnen forderten mehr Anerkennung dieser Leistungen und engagierten sich auch für das Frauenstimmrecht. Eine der leitenden und überhaupt ersten selbständigen Schweizer
Architektinnen war Lux (Louise) Gujer, deren Bauten viel Aufmerksamkeit erregten. Die zweite Ausstellung auf der Landiwiese in Wollishofen wurde von gegen 100 Frauen­vereinen organisiert. Sie stellte das damals übliche konservative Frauenbild der ‹Fami­lienhüterin› nicht infrage, im Gegensatz zum zeitgleich erscheinenden Buch ‹Frauen im Laufgitter› von Iris von Roten. Trotzdem war die Schau für viele gestalterisch tätige Frauen eine wichtige Plattform und wie die erste Ausstellung ein Grossanlass und -erfolg.

Bis heute existieren als nachhaltige Einrichtungen die in Basel domizilierte Saffa-Bürgschaftsgenossenschaft (zur landesweiten Förderung von Frauenunternehmen) und die kleine aufgeschüttete Saffa-Insel in Zürich. Eine dritte Ausstellung war übrigens für 2020 geplant, ist aber finanziell nicht zustande gekommen. Eine Tagung und eine Museumspräsentation in Zürich beleuchten nun die Anliegen und Potenziale der Saffa 1958, bei der der Wohnungsbau zentral war. Weitere Inspirationen dazu gibt es z. B. auch an der Architekturbiennale in Venedig, wo just der Schweizer Pavillon erstmals den Goldenen Löwen gewonnen hat. Rückblicke in vergangene, schwere Zeiten bieten ferner die 30 Ausstellungen, die sich mit der ‹Zeitenwende 1918/19› befassen (s. 24), wobei auch das einmalige und einschneidende Erlebnis eines General­streiks unser Land erschütterte, der lange wie ein Tabu behandelt wurde (s. 20).

Nicht zurück, sondern vorwärts schaut das überpartei­liche Komitee ‹Kulturstadt-Jetzt!›, das eine Erhöhung des Jugendkulturbudgets fordert. Die Ende Februar eingereichte ‹Trinkgeld-Initiative› will, dass künftig mindestens fünf Prozent (ein Trinkgeld) des kantonalen Kulturbudgets jährlich für die aktive Basler Jugendkultur (Alternativ-, Club-, Pop- oder Subkultur) in allen Sparten verwendet werden. Im Moment gehen gemäss ‹Kulturstadt-Jetzt!› nur etwa 3,5 Prozent in Projekte junger Kultur­schaffender, der Grossteil der Fördermittel fliesst in etablierte Kanäle. Das Kulturbudget Basel-Stadt beträgt 2018 knapp 132 Millionen Franken (4,8 Prozent des kantonalen Gesamtbudgets). Die Initiant­Innen haben
18 Monate Zeit, um die geforderten 3000 Unterschriften zu sammeln. Unterschreiben Sie! Jugend bedeutet Zukunft.

♦ ‹Saffa 58 – Die Landi der Frauen›: Do 28.6. bis So 9.9.2018,
Museum für Gestaltung, Ausstellungsstr. 60, Zürich.
Tagung: Mi 27.6.2018, 13–19 h, www.museum-gestaltung.ch,
www.créatrices.ch, www.saffa.ch

♦ ‹Trinkgeld-Initiative›: www.kulturstadt-jetzt.ch

 

 

Editorial

Editorial aus 10/2018

Wahrheitssuche
in der Black Box

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus 9/2018

Sinnesgenuss und
Denkfutter

Dagmar Brunner

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Editorial aus 7–8/2018

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und Zukunft!

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Dagmar Brunner