Spenden-Tafel

 

 

Stiftung für Medienvielfalt

 

BLKB Jubiläumsstiftung

 

 

Privatpersonen
A.B. aus Kaiseraugst
Anne-Käthi Wildberger
Armin Vogt aus Basel
Atelier für Arbeiten mit Stein
Atelier Gillmann + Co GmbH
B.A. aus Basel
B.K. & B.K.
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Beat Lehmann aus Basel
C. Speitel
C.M. & A.M.
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D.D. aus Basel
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J. Finsterwald
Jürg Ewald
L.B. aus Basel
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M.G.
M.M aus Basel
Marianne Mattmüller
Mathias Bonert
P. Jaccoud
P.S. aus Basel
Regula Rappo-Raz aus Basel
S. Kubli Fürst
S. Scherrer & Benedikt Marzahn
S. Strub aus Basel
S.J. & M.J. aus Therwil
Susanne Wyttenbach
V.S. aus Gattikon

 

Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Karl Stauffer, Lydia Welti-Escher, 1886,
Gottfried Keller-Stiftung/Kunsthaus Zürich

Der Kunst verpflichtet

Editorial aus ProgrammZeitung 03/2019

Dagmar Brunner

Sein Name ist heute noch präsent, wenngleich sein
Werk (leider) wohl kaum über die Schullektüre hinaus gelesen wird: Gottfried Keller. Im Juli jährt sich sein
200. Geburtstag, was Anlass für verschiedene Würdigun-gen ist. Den Namen des Dichters trägt ferner eine Stiftung, von deren Schätzen derzeit Ausstellungen in Zürich, Lugano und Chur zeugen. Dabei geht es nicht um Literatur, sondern um Schweizer Kunstwerke aus verschiedenen Bereichen und Epochen, vom 12. bis zum 20. Jahrhundert. Neben Gemälden und Skulpturen werden auch Fotogra-fien, Glasmalereien, Kirchen- und Klosterinventar etc. gesammelt.

Die 1890 gegründete Stiftung verdankt sich einer Frau, die gebildet, begabt und wohlhabend war, aber durch fatale Beziehungen ein grausames Los erlitt: Lydia Welti-Escher (1858–1891). Die Tochter des dynamischen und allzu mächtigen, letztlich glücklosen Zürcher Politikers und Unternehmers Alfred Escher war kunstinteressiert und unterstützte schon früh ihren verwitweten Vater in geschäftlichen Dingen und der Führung eines Herrschafts-hauses. 1883 heiratete sie den Bundesratssohn Friedrich Emil Welti und lernte dessen ehrgeizigen Jugendkollegen und Maler Karl Stauffer kennen, der von Lydia sowie
von Familienfreund Gottfried Keller und anderen Persön-lichkeiten, berühmt gewordene Porträts schuf.

Das Ehepaar Welti-Escher unterstützte Stauffer grosszügig, doch als Lydia aus ihren bürgerlichen Pflichten ausbrechen und mit dem Künstler durchbrennen wollte, wurden die Liebenden über den langen Arm von Bundesrat Welti drakonisch bestraft: sie mit Irrenhaus, er mit Gefängnis. Beide zerbrachen daran und nahmen sich das Leben. Über diese tragischen Ereignisse und ihre Hintergründe sind mehrere Bücher erschienen, u. a. ein intensiver, einfühl-samer historischer Roman von Lukas Hartmann, der das Schicksal Lydias u. a. aus der Optik ihrer Dienstbotin und
in einer Epoche voller Auf- und Umbrüche schildert. Spannende Lektüre, die viel über Schweizer Geschichte und Mentalität erzählt.

Lydia Welti-Eschers letzte Tat, die Gründung der Gottfried Keller-Stiftung zur Förderung von Schweizer Kunst, hat indes prächtige Früchte getragen, aber ihren Wunsch, damit die «Selbständigmachung des weiblichen Geschlech-tes – wenigstens auf dem Gebiete des Kunstgewerbes» zu fördern, konnte sie nicht durchsetzen. Im Stiftungsbesitz befinden sich heute rund 6500 Kunstwerke, die landesweit auf rund 100 Museen und Einrichtungen verteilt sind, darunter nur sehr wenige Arbeiten von Frauen, immerhin u. a. von Meret Oppenheim, Angelika Kauffmann, Alice Bailly ...

 

• Ausstellung ‹Glanzlichter der Gottfried Keller-Stiftung›:
    bis Mo 22.4., Zürich, www.landesmuseum.ch 
    Publikation: ‹Meisterwerke der Gottfried Keller-Stiftung›,
    Verlag Scheidegger & Spiess, Zürich. 216 S., 106 Abb.,
    br., 19 x 26 cm, CHF 39 

•  Ausstellung ‹Hodler, Segantini, Giacometti›: So 24.3. bis So 28.7., 
    Lugano, www.masilugano.ch 

•  Ausstellung ‹Martin Disler. Die Umgebung der Liebe›:   
    bis So 26.5., Chur, www.buendner-kunstmuseum.ch

•  Roman: Lukas Hartmann, ‹Ein Bild von Lydia›, Diogenes, 2018.
     368 S., Ln., CHF 32
     Sachbücher von Joseph Jung und Willi Wottreng

 


Editorial

Editorial aus
dem Oktoberheft 2019

Nachhaltig und mutiger fördern

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus
dem Septemberheft 2019

Mündige Menschen

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus
dem Sommerheft 2019

Mondsüchtig…

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus 
dem Juniheft 2019

Zeit für Veränderung!

Dagmar Brunner

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Editorial aus 05/2019

Aufbruch in eine neue Ära

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus 04/2019

Manege mit Tradition

Dagmar Brunner

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Editorial aus 03/2019

Der Kunst verpflichtet

Dagmar Brunner

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Editorial und Hauskultur
aus 02/2019

Neustart im ‹Bauch› von Basel

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus 01/2019

Wurzeln der Moderne

Dagmar Brunner

Editorial

Editorial aus 12/2018

Bedrohtes Gut

Dagmar Brunner