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Filmstill aus ‹Glow› 

ProgrammZeitung 12/2017, S. 7

Hommage an eine Unfassbare

Nicole Gisler

Der Dokfilm ‹Glow› huldigt
einer Stilikone der Achtzigerjahre

«Someone who burns that bright, dies young», soll Federico Fellini einmal über Lady Shiva gesagt haben. Eine Prophezeiung, die sich erfüllte: 1989 starb die Prostituierte, die Muse zahlreicher Kunstschaffender war und sich auch als Model, Schauspielerin und Sängerin einen Namen machte, im Alter von 37 Jahren bei einem Motorradunfall in Thailand. Bis heute sind die genauen Todesumstände nicht restlos geklärt.

Gabriel Baur lässt etliche Erinnerungen an Lady Shiva alias Irene Staub nun im Dokumentarfilm ‹Glow› wiederaufleben und folgt ihrem Lebensspagat im Zürich der Siebziger- und Achtzigerjahre. Die Schweizer Filmemacherin schafft aber nicht nur eine filmische Hommage an eine provo­kative Persönlichkeit, sondern stellt vielmehr die Zürcher Kunstszene in den Fokus, die während jener (jugend-)be-wegten Zeit international für Aufmerksamkeit sorgte. So kommen denn auch verschiedene Bekannte und Weg-begleiter­innen von Lady Shiva zu Wort. Etwa Ursula Rodel, Modedesignerin und Mitbegründerin des Labels ‹Thema Selection›, die ihrer Freundin und Muse regelmässig Kleider auf den Leib schneiderte, wie die unzähligen Skizzen belegen.

Freiheit, Identität und Tabus

Ergänzt wurden diese Interviews mit fil­mischem und fotografischem Archivmaterial, das collagenhaft verspielt daherkommt. Ungewohnt experimentell erscheinen am Anfang auch die wechselnden Kameraperspektiven bei Gesprächen oder die wiederkehrenden Ruhe-Elemente. Allerdings werden diese so repetitiv verwendet, dass mit fortlaufendem Film jegliche Überraschung schwindet, und auch die Gespräche scheinen teilweise in die Länge gezogen. Zwar kommen durchaus interessante Themen wie Freiheit, Identität, soziale Tabuisierungen zur Sprache, jedoch ohne dabei in die Tiefe zu gehen.

Trotzdem veranschaulicht gerade der grosse Raum, den die interviewten Bekannten erhalten, wie ungreifbar Lady Shiva für ihre Umwelt stets blieb und wie viel Anregung sie dieser im Gegenzug zu geben vermochte. Eine Inspiration, die in den meisten Fällen bis heute andauert.

‹Glow› läuft ab ca. Do 7.12. in den Kultkinos.
Ausserdem: Willi Wottreng, ‹Lady Shiva. Aufbruch auf High Heels›, Elster Verlag, Zürich 2013. 272 S., CHF 36, www.elsterverlag.ch

 

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