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Sowie zahlreiche weitere
anonyme Spenderinnen und Spender

 

Eingang «kult.kino» an der Theaterstrasse in Basel,
Foto: Sabine Knosala

ProgrammZeitung aus dem Oktoberheft 2021, S. 7

Basler Kulturveranstaltende in
der 
vierten Coronawelle

Sabine Knosala

Die ProgrammZeitung hat nachgefragt, wie drei Basler Kulturbetriebe mit der aktuellen Phase der Pandemie umgehen.

Seit anderthalb Jahren schüttelt die Coronakrise das Kulturleben durch: «Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle», bringt es Hans-Georg Hofmann, künstlerischer Direktor des Sinfonieorchesters Basel, auf den Punkt: «Hoffnung, Verzweiflung und dann Begeisterung, wieder vor Publikum spielen zu können.» Von einer «heftigen Wellenbewegung» spricht auch Sandro Lunin, künstlerischer Leiter des Drei-Sparten-Hauses Kaserne Basel, wenn er an die letzten Monate zurückdenkt.

Internationale Abhängigkeiten.

Sowohl das Sinfonieorchester wie auch die Kaserne planen die aktuelle Saison wieder normal, bieten also ein volles Programm an. Allerdings ist der Aufwand hinter den Kulissen viel höher als sonst – unter anderem aufgrund der weltweit unterschiedlichen Coronabestimmungen. Das kann auch Tobias Faust, Geschäftsführer der Basler Kult-kinos bestätigen: «Die meisten Kinofilme werden interna-tional lanciert, was zu einem Durcheinander bei den Startterminen führt.» Teilweise gebe es einen Filmstau, andere Filme würden online oder gar nicht lanciert.

Unterschiedlich erleben die drei Kulturbetriebe Mitte September die Situation punkto Publikum: Die Kaserne verzeichnet weniger Zuschauerinnen und Zuschauer. «Wir spüren eine gewisse Vorsicht im Publikum und die Konkurrenz durch andere Veranstaltungen», berichtet Lunin. Die Kultkinos verzeichnen dagegen fast normale Besucherzahlen, und das Sinfonieorchester konnte sich an den Eröffnungskonzerten nach der Sommerpause sogar über mehr Publikum als sonst freuen. «So eine Stimmung habe ich schon lange nicht mehr erlebt», berichtet Hofmann. Es herrsche ein grosser Nachholbedarf an Live-Musik.

Auswirkungen der Zertifikatspflicht.

Seit Montag, 13. September, gilt nun schweizweit in fast allen öffentlichen Innenräumen die Zertifikatspflicht: Zutritt hat nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist. «Die Zuschauerinnen und Zuschauer, die trotzdem kommen, schätzen es, Filme ohne Abstand und Maske geniessen zu können», meint Faust. Er habe aber auch schon ein wütendes Mail einer Abonnentin erhalten. «Wir sammeln zurzeit die Rückmeldungen und überlegen uns dann, wie wir damit umgehen», so der Geschäftsführer der Kultkinos. Auch Lunin meint: «3G ist sinnvoll, da es das Vertrauen des Publikums wiederherstellt.» Allerdings gebe es Unzuläng-lichkeiten beim System: So würden beispielsweise gewisse Impfstoffe in der Schweiz nicht akzeptiert, was für Auseinandersetzungen bei der Eingangskontrolle sorgen kann. Ein Problem ist für den künstlerischen Leiter der Kaserne die geplante Abschaffung der Gratistests auf
1. Oktober (Entscheid fällt nach Redaktionsschluss), «denn wir haben ein junges und migrantisches Publikum». Bereits seit Beginn der neuen Spielzeit gilt die Zertifikatspflicht an den Konzerten des Sinfonieorchesters: «Es gab einen kleinen Stau beim Einlass und wenige Abokündigungen. Ansonsten ist der Hunger nach Live-Musik aber grösser als der Ärger über die Zertifikate», fasst Hofmann zusammen. 

Das Management der Zertifikatskontrolle ist denn auch eine der Herausforderungen, welche die Kulturbetriebe aktuell meistern müssen. Dazu kommen bei der Kaserne beispielsweise Probleme bei der Einreise der Kunst-schaffenden oder beim Sinfonieorchester die Organisation des Orchesters: So werden die Bläser regelmässig getestet und die Streicher spielen nur mit Maske. «Bei bis zu 50 Streicherinnen und Streichern, die gleichzeitig und aus Gründen des Klangs auch nah beieinander auf der Bühne stehen, ist das nötig», führt Hofmann aus.

Wichtige Verbindung zum Publikum.

Aus der Krise haben Kaserne, Sinfonieorchester und Kultkinos vor allem gelernt, wie fragil der Kulturbetrieb und wie wichtig der Kontakt zum Publikum ist: «Kultur ist nicht selbstverständlich: Man muss dafür einstehen», betont Faust. Alle drei Kulturbetriebe hoffen nun, dass die Coronakrise weiter abebbt: «Jeder Schritt in Richtung Normalität ist begrüssenswert. Das Publikum soll sich entspannen können und wieder offen werden für die Kultur», so der Geschäftsführer der Basler Kultkinos.


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