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Unlimited-Kurator Giovanni Carmine, Foto: © Gunnar Meier

ProgrammZeitung aus dem Juniheft 2022, S. 20

«Die Art Basel Unlimited ist
ein Schauplatz 
für das aktuelle Kunstgeschehen» 

Sabine Knosala

Gross, grösser, Unlimited: Kurator Giovanni Carmine erklärt, warum sich das Publikum diesen Sektor der
Art Basel unbedingt anschauen sollte.

 

Sie haben 2020 als Kurator der Unlimited angefangen.
Wie ist es, nach zwei Coronajahren erstmals eine «normale» Ausgabe zu organisieren?
Giovanni Carmine: Normal ist es auch diesmal nicht: Die letzte Unlimited war ja erst im September. Daher ist es die zweite Ausgabe in neun Monaten – ein Kraftakt. 

Gross, grösser, Unlimited: Was muss grosse Kunst können, was für kleine Werke nicht gilt?
Gute Kunst ist keine Frage der Grösse: Auch eine kleine Tuschzeichnung kann inspirieren, berühren und stimulieren. Die Unlimited ist entstanden, um Werke zu zeigen, die in den normalen Messeständen nicht gezeigt werden konnten – teils wegen ihrer Grösse, aber auch aus technischen Gründen.

Das ist die formale Definition, aber was müssen grosse Werke zusätzlich können?
Sie müssen den Raum in überzeugender Weise bespielen und sich entfalten. Es braucht die räumliche und zeitliche Dimension. Die Unlimited ist für das Publikum besonders interessant, da sie ein Schauplatz für das aktuelle Kunstgeschehen ist. Man kann zwischen den Zeilen respektive den Werken vieles über die Trends lesen.

Marc Spiegler, Global Director der Art Basel, meinte gegenüber den Medien, die diesjährige Unlimited biete «unsere bisher diverseste Bandbreite an Kunstschaffenden». Stimmen Sie zu?
Die Unlimited wird immer diverser – zum Beispiel in Bezug auf Gender und geografische Beteiligung. Das gilt auch für die Kunstwelt und den Kunstmarkt. Es ist zwar noch nicht genug, aber wir sind auf einem guten Weg.

Welche Trends stellen Sie dieses Jahr fest?Afroamerikanische Künstlerinnen werden immer wichtiger und es gibt einen Trend zur Figuration. Zudem wird viel auf Textil gearbeitet – dies als Gegentrend zur Digitalisierung.

Welche Rolle spielen denn digitale Medien an der Unlimited?
Es gibt Werke, die sich mit den neuen Medien auseinan-dersetzen. Eine Pionierin ist diesbezüglich Suzanne Treister. Reflektiert wird die Position des Menschen zur digitalen Welt. Es ist aber, wie gesagt, kein Hauptfokus.

Die Unlimited sei eine Widerspiegelung unserer Zeit,
lassen Sie sich zitieren. Inwiefern?

Der westliche Kunstkanon wird durch die Diversität hinterfragt. Thematisiert wird auch das Verhältnis zwischen ehemaligem Ostblock und dem Westen. Das betreffende Werk von Hanne Darboven entstand bereits 1983, hat aber durch den Ukraine-Krieg ungewollt an Aktualität gewon-nen. Gute Kunst lässt sich immer wieder neu interpretieren.

Wie wählen Sie aus, wer an der Unlimited ausstellen darf?Der Prozess beginnt bereits an der letzten Ausgabe: Ich unterhalte mich mit den Galeristinnen und Galeristen über neue Projekte. Ein gutes Netzwerk zu haben ist Teil meines Jobs. Die Galerien bewerben sich dann, das Komitee der
Art Basel und ich wählen aus, und ich ergänze, wo ich das sinnvoll finde. Es braucht viel Kollegialität im Entschei-dungsprozess.

Fliesst Ihre Erfahrung als Direktor der Kunst Halle
St. Gallen in Ihre Tätigkeit für die Unlimited ein?
Natürlich! Die Art, wie ich mit Kunstschaffenden oder Architekten zusammenarbeite, wie man Kunst am besten im Raum darstellt oder das Budget einhält, kommen zum Tragen.

Neu gibt es dieses Jahr eine Unlimited Night. Warum?
Das Ziel ist ein jüngeres Publikum anzusprechen, dass die Art Basel noch nicht kennt. An der Unlimited Night, an der auch Performances stattfinden, soll die Hemmschwelle für den Messebesuch abgebaut werden.

 

Die Art Basel und ihre Parallelmessen

An der Art Basel werden dieses Jahr 289 Galerien aus der ganzen Welt Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zeigen. Es gibt diverse Sektoren wie zum Beispiel die Unlimited mit 70 grossformatigen Werken. Daneben findet ein umfangreiches Rahmenprogramm statt: Dazu gehört der Parcours in der Innenstadt, ein Filmprogramm im Stadtkino oder die Gesprächsreihe «Conversations». 

Parallel dazu locken weitere Kunstmessen: Die Liste widmet sich den neuesten Entwicklungen der Gegen-wartskunst, die Volta will eine Plattform jenseits von Liste und Art Basel bieten und der Rhy Art Salon fokussiert sich auf individuelle Präsentationen von Kunstschaffenden.
Der Name ist Programm bei der Design Miami/Basel für schönes Wohnen, der Photo Basel für Fotokunst und der
I Never Read für Kunstbücher.

Dazu kommen Preisverleihungen wie unter anderem der Swiss Design Awards und der Pax Art Awards.

Art Basel: Do 16.6. bis So 19.6., Messe Basel, www.artbasel.com

Liste: Mo 13.6. bis So 19.6. (online bis 26.6.), Messe Basel, www.liste.ch

Volta: Mo 13.6. bis So 19.6., Elys, Elsässerstr. 215A, Basel, www.voltaartfairs.com

Rhy Art Salon: Do 16.6. bis So 19.6., Rhypark Basel,
www.rhy-art.com

Design Miami/Basel: Di 14.6. bis So 19.6., Messe Basel, www.designmiami.com

Photo Basel: Di 14.6. bis So 19.6., Volkshaus Basel,
www.photo-basel.com

I Never Read: Mi 15.6. bis Sa 18.6., Kaserne Basel, www.ineverread.com

Swiss Design Awards: Ausstellung Mo 13.6. bis So 19.6., Preisverleihung Di 14.6., 20 h, Messe Basel,
www.swissdesignawards.ch

Pax Art Awards: Do 16.6., 19 h, Haus der Elektronischen Künste, Münchenstein, www.hek.ch

 

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